Die Transformation von BioNTech nimmt konkrete Formen an. Während das Geschäft mit COVID-19-Impfstoffen planmäßig schrumpft, liefert die Onkologie-Pipeline belastbare Daten. Ein vielversprechender Antikörper-Wirkstoff rückt nun in den Fokus der Wall Street und ebnet den Weg für den ersten Zulassungsantrag in der Krebsmedizin.
Starke Daten überzeugen Analysten
In der klinischen Phase-2-Studie für das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat T-Pam (BNT323) verzeichnete BioNTech eine objektive Ansprechrate von 47,9 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 8,1 Monaten. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Chemotherapie erreicht bei vorbehandeltem Endometriumkarzinom lediglich Ansprechraten von rund 15 Prozent und ein Überleben von vier Monaten ohne Krankheitsfortschritt.
Diese Wirksamkeitssignale veranlassten BofA Securities zu einer Kurszielanhebung von 128 auf 130 US-Dollar. Morgan Stanley zog minimal auf 126 US-Dollar nach. Beide Investmentbanken behalten ihre Kaufempfehlungen bei und verweisen auf das überschaubare Sicherheitsprofil der Therapie.
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Weg frei für den FDA-Antrag
Der Wirkstoff besitzt bereits den Fast-Track- und Breakthrough-Therapy-Status der US-Gesundheitsbehörde FDA. Gemeinsam mit dem Partner DualityBio plant das Mainzer Unternehmen noch in diesem Jahr die Einreichung eines Zulassungsantrags (BLA). Dieser Schritt markiert den Aufbau der kommerziellen Onkologie-Infrastruktur.
Finanziell ist der Umbau abgesichert. BioNTech rechnet für 2026 zwar mit einem Umsatzrückgang von rund 25 Prozent auf 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro im Impfstoffgeschäft. Eine prognostizierte Liquiditätsreserve von 17,2 Milliarden Euro zum Jahresende 2025 bietet jedoch ausreichend Spielraum für die Neuausrichtung.
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Blick auf den Terminkalender
Am Aktienmarkt reagieren Investoren positiv auf die klinischen Fortschritte. Auf Wochensicht legte der Kurs um 6,74 Prozent zu und notiert aktuell bei 83,20 Euro. Damit nähert sich das Papier der 50-Tage-Linie, die derzeit bei 84,58 Euro verläuft.
Im Mai stehen zwei wichtige Termine an. Am 5. Mai veröffentlicht BioNTech die Zahlen für das erste Quartal. Zehn Tage später, am 15. Mai, stimmt die Hauptversammlung über eine Erweiterung des Aufsichtsrats sowie die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals von bis zu 129,5 Millionen Euro ab.
Das Management hat bereits klargestellt, dass die Onkologie-Pipeline im Jahr 2026 noch keine kommerziellen Umsätze generieren wird. Die geplante BLA-Einreichung für T-Pam stellt dennoch eine fundamentale Zäsur dar. Sie leitet den Übergang von der reinen Forschung in die kommerzielle Krebsmedizin ein und definiert die künftige Bewertungsgrundlage des Unternehmens.
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