BioNTech hat aktualisierte Phase-3-Daten zu seinem Krebswirkstoff Gotistobart bei einer bestimmten Form von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs vorgelegt. Die Überlebensraten in der Studie PRESERVE-003 haben sich in der neuen Auswertung nahezu verdoppelt. Die Aktie legte darauf im heutigen Handel um 3,2 Prozent auf 86,25 Euro zu.
Der Kurssprung reiht sich in eine Serie positiver Reaktionen auf Studienergebnisse aus dem Onkologie-Programm des Mainzer Unternehmens ein. Bereits die erste Präsentation der Lungenkrebs-Daten hatte den Kurs in Bewegung gebracht, nun bestätigt die aktualisierte Analyse den Trend mit einer noch deutlicheren Zahl.
Für Anleger, die BioNTech zuletzt vor allem als Übernahmeziel für Verkaufsdruck des eigenen Managements wahrgenommen haben, liefert die Studie ein handfestes klinisches Argument.
Gotistobart als Hoffnungsträger
Gotistobart soll das Portfolio des Unternehmens jenseits der Corona-Impfstoffsparte breiter aufstellen. Die jüngsten Phase-3-Ergebnisse bei squamösem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs untermauern diesen Anspruch: Die nahezu verdoppelten Überlebensraten in der aktuellen Auswertung gelten als klarer Wirksamkeitsnachweis in einer schwer behandelbaren Tumorart. Damit rückt der Wirkstoff stärker in den Fokus jener Anleger, die BioNTechs Zukunft jenseits des schrumpfenden Impfstoffgeschäfts bewerten wollen.
Die Kursreaktion zeigt, wie sensibel der Markt derzeit auf onkologische Nachrichten aus Mainz reagiert. Nach Monaten, in denen Diskussionen um sinkende Comirnaty-Umsätze und Insiderverkäufe von Vorstandschef Ugur Sahin die Schlagzeilen dominierten, liefert die Studie einen Gegenpol: konkrete klinische Substanz statt reiner Erwartungshaltung.
Kritische Stimmen bleiben im Raum
Nicht alle Beobachter teilen die Euphorie uneingeschränkt.
Als Gründe nannte das Analysehaus eine schneller als erwartete Erosion der Pfizer-Partnerschaft bei Comirnaty, ausbleibende Derisking-Daten zum Wirkstoff Pumitamig vor 2028 sowie gedämpfte Erwartungen an das mRNA-basierte iNeST-Programm.
Diese Einschätzung datiert vor den nun veröffentlichten Gotistobart-Daten und dürfte die Analysten in den kommenden Wochen zu einer erneuten Bewertung zwingen. Für den Moment zeigt der Markt jedoch, dass positive Onkologie-Nachrichten stärker wiegen als die zuvor geäußerte Skepsis rund um das Impfstoffgeschäft.
Mit dem heutigen Anstieg stabilisiert sich der kurzfristige Trend nach den schwächeren Wochen seit dem Jahrestief im März wieder. Ob die Erholung nachhaltig ist, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie belastbar sich die Gotistobart-Daten in weiteren Auswertungen und regulatorischen Gesprächen erweisen.
BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 17. September liefert die Antwort:
Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

