Die Transformation zum Onkologie-Konzern läuft auf Hochtouren, ausgerechnet jetzt verlässt das Architekten-Duo die Brücke. Ugur Sahin und Özlem Türeci geben ihre Posten als CEO und medizinische Chefentwicklerin zum Jahresende ab. Der Mainzer Impfstoffpionier steht vor der anspruchsvollsten Phase seiner Unternehmensgeschichte.
Neues Startup und offene Führungsfrage
Die Gründer planen ein eigenes Biotechnologie-Unternehmen für mRNA-Innovationen der nächsten Generation. Bis Mitte des Jahres soll eine verbindliche Vereinbarung über die Ausgliederung stehen. BioNTech lizenziert dafür bestimmte Technologierechte und erhält im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung. Laufende finanzielle Unterstützung schließt der Vorstand aus.
Der Aufsichtsrat sucht derweil nach Nachfolgern. Die erste Reaktion der Börse fiel im März drastisch aus. Analysten von Leerink Partners sehen den Wechsel zwar als logischen Schritt für ein reiferes Unternehmen. Sie warnen aber vor einer kurzfristigen Belastung durch das wahrgenommene Führungsvakuum.
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Forschungskosten belasten die Bilanz
Der Umbau kostet Geld. Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz auf 118,1 Millionen Euro. Hauptgrund sind die weiter sinkenden Einnahmen aus dem Impfstoffgeschäft. Parallel dazu kletterten die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf über 650 Millionen US-Dollar.
Unter dem Strich verbuchte BioNTech einen Nettoverlust von knapp 532 Millionen Euro. Trotz der roten Zahlen hält das Management an der Jahresprognose fest. Das Unternehmen plant ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Ein komfortables Finanzpolster von fast 20 Milliarden US-Dollar sichert die Strategie ab.
Onkologie-Pipeline liefert erste Daten
Die klinische Entwicklung bildet das Gegengewicht zur Unsicherheit an der Spitze. Im ersten Quartal starteten fünf neue Zulassungsstudien für den Wirkstoff Pumitamig. Ein weiterer Hoffnungsträger ist Gotistobart. Erste Daten zeigten bei Lungenkrebs-Patienten eine Reduktion des Sterberisikos um 54 Prozent im Vergleich zur Standard-Chemotherapie.
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Bis zum Jahresende peilt BioNTech zahlreiche weitere klinische Studien in der Onkologie an. Mehrere wichtige Datenauswertungen stehen noch aus.
An der Börse spiegelt sich die Übergangsphase wider. Mit einem aktuellen Kurs von 79,70 Euro notiert das Papier deutlich unter der langfristigen Durchschnittslinie. Vom Jahrestief, das exakt am Tag der Rücktrittsankündigung markiert wurde, hat sich die Aktie nur leicht erholt.
Die kommenden Monate erfordern präzise Ausführung. Bis zum Sommer soll die geplante Ausgliederung vertraglich vereinbart werden. Später im Jahr folgen die nächsten Interimsdaten zur Wirksamkeit von Gotistobart.
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