Nach dem Schock im März hat sich die BioNTech-Aktie eindrucksvoll zurückgemeldet. Seit Monatsbeginn legte das Papier knapp 15 Prozent zu und schloss am 16. April bei 102,12 Dollar. Der Kursverfall vom 10. März — damals brach die Aktie rund 17 Prozent ein, nachdem die Gründer ihren Abgang ankündigten und der Umsatzausblick enttäuschte — wirkt inzwischen wie ein ferner Tiefpunkt.
Hauptversammlung mit Weichenstellungen
Am 15. Mai hält BioNTech seine Jahreshauptversammlung ab — rein virtuell, ohne physische Präsenz. Die Tagesordnung hat es in sich. Das Unternehmen schlägt vor, den Aufsichtsrat von sechs auf acht Mitglieder zu erweitern. Zwei neue Spezialisten aus Onkologie und klinischer Entwicklung sollen die strategische Neuausrichtung begleiten.
Finanziell plant BioNTech, den gesamten Bilanzgewinn von rund 6,9 Milliarden Euro vorzutragen. Außerdem steht eine Kapitalermächtigung von bis zu 129,5 Millionen Euro zur Abstimmung — das entspricht 50 Prozent des aktuellen Grundkapitals.
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Klinischer Rückenwind aus der Onkologie
Den Kursanstieg stützt ein konkreter Datenpunkt. BioNTech meldete positive Phase-2-Ergebnisse für Trastuzumab Pamirtecan, ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen HER2-exprimierenden Endometriumkrebs. Die bestätigte objektive Ansprechrate lag bei 47,9 Prozent über alle HER2-Expressionsstufen hinweg. Bei Patientinnen, die zuvor eine Immuntherapie erhalten hatten, stieg der Wert auf 49,3 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 8,1 Monate.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Präparat bereits Fast-Track- und Breakthrough-Therapy-Status verliehen. BioNTech und Partner DualityBio wollen noch in diesem Jahr einen Zulassungsantrag einreichen — vorbehaltlich des FDA-Feedbacks.
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Analysten bleiben konstruktiv
Morgan Stanley bestätigte das Kursziel bei 126 Dollar und hält an der Einstufung „Overweight“ fest. Bank of America hob das Ziel auf 130 Dollar an. Der Konsens aus 18 Analysten liegt bei 133,13 Dollar — das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs.
Das finanzielle Umfeld bleibt herausfordernd. BioNTech erwartet für 2026 einen Umsatzrückgang von rund 25 Prozent auf 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro. Das Auslaufen des COVID-Impfstoffgeschäfts hinterlässt eine spürbare Lücke. Mit einer Liquiditätsreserve von rund 17,2 Milliarden Euro hat das Unternehmen jedoch ausreichend Spielraum, um den Umbau zu finanzieren. Auf der Hauptversammlung im Mai werden Aktionäre erstmals direkt beurteilen können, ob die neue Führungsstruktur zur Breite der klinischen Pipeline passt.
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