Fast dreimal so hohe Ansprechrate wie die Standardchemotherapie — das ist das Ergebnis, das BioNTech vergangene Woche auf dem gynäkologischen Onkologie-Kongress in Puerto Rico präsentierte. Der Mainzer Biotech-Konzern liefert damit den bisher überzeugendsten Beleg für seine Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Strategie.
Starke Daten gegen Gebärmutterkrebs
Trastuzumab Pamirtecan (BNT323) traf den primären Endpunkt in einer Phase-2-Studie bei Patientinnen mit HER2-exprimierendem, fortgeschrittenem Endometriumkarzinom. Die bestätigte objektive Ansprechrate lag bei 47,9 Prozent — gegenüber rund 15 Prozent bei der bisherigen Chemotherapie. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 8,1 Monate, die mediane Ansprechdauer 10,3 Monate. Zum Vergleich: Chemotherapie schafft in dieser Indikation im Schnitt etwa vier Monate.
Besonders bemerkenswert ist die Breite des Effekts. BNT323 zeigte klinisch relevante Wirksamkeit über alle HER2-Expressionsstufen hinweg — auch in niedrigen Expressionsgruppen, die mit bestehenden Therapien kaum erreicht werden. Das macht den Wirkstoff potenziell für eine deutlich größere Patientenpopulation relevant.
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BLA-Einreichung noch 2026 geplant
BioNTech und Partner DualityBio wollen noch in diesem Jahr eine Zulassungsanmeldung bei der FDA einreichen — vorausgesetzt, die Behörde gibt grünes Licht. Die FDA hatte dem Kandidaten bereits 2023 sowohl Fast-Track- als auch Breakthrough-Therapy-Status verliehen. Eine globale Phase-3-Studie läuft parallel.
Auf der Sicherheitsseite gab es Einschränkungen: Schwerwiegende Nebenwirkungen ab Grad 3 traten bei 46,9 Prozent der Patientinnen auf. Interstitielle Lungenerkrankungen oder Pneumonitis wurden bei 4,8 Prozent der Fälle dokumentiert — ein bekanntes Risikoprofil bei ADC-Wirkstoffen, das die Zulassungsdiskussion begleiten wird.
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BofA Securities reagierte auf die Daten mit einer leichten Anhebung des Kursziels auf 130 Dollar. Die Bank sieht eine mögliche Zulassung als Startpunkt für den Aufbau einer eigenen Onkologie-Vertriebsstruktur — auch wenn der Endometriumkarzinom-Markt in der Zweitlinie für sich genommen nur rund 3 Dollar je Aktie zum Kursziel beiträgt.
Kurs erholt sich — aber Luft nach oben bleibt
Die BioNTech-Aktie schloss den Freitag bei 87,00 Euro, ein Plus von 2,72 Prozent. Auf Wochensicht beträgt das Plus knapp 10 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 105,90 Euro trennt den Kurs aber noch ein Abstand von rund 18 Prozent.
Das operative Umfeld bleibt herausfordernd. BioNTech erwartet für 2026 einen Umsatzrückgang von etwa 25 Prozent auf 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro. Die Liquiditätsreserve von rund 17,2 Milliarden Euro gibt dem Unternehmen jedoch den nötigen Spielraum, um die Pipeline weiterzuentwickeln. Am 5. Mai folgen die Q1-Zahlen — der nächste konkrete Datenpunkt für Anleger, die den Umbau des Post-Covid-BioNTech beobachten.
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