BioNTech Aktie: Neue Kombinationen im Test

BioNTech präsentiert nach Milliardenverlust eine angepasste Onkologie-Strategie mit Fokus auf Wirkstoffkombinationen. Erste klinische Daten zeigen vielversprechende Ergebnisse bei Lungenkrebs.

BioNTech Aktie
Kurz & knapp:
  • Strategiewechsel hin zu gezielten Kombinationstherapien
  • Erste positive Daten aus Phase-2-Studie bei Lungenkrebs
  • Nettoverlust von 1,14 Milliarden Euro für 2025
  • 15 geplante Phase-3-Studien bis Ende 2026

BioNTech hat im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust eingefahren. Um den hohen Forschungsaufwand zu rechtfertigen, muss das Mainzer Unternehmen in der Onkologie nun greifbare Ergebnisse liefern. Auf dem europäischen Lungenkrebskongress in Kopenhagen präsentiert das Management deshalb eine angepasste Strategie: Statt einzelner Wirkstoffe rücken nun gezielte Kombinationstherapien in den Mittelpunkt der klinischen Entwicklung.

Antikörper und Immunmodulatoren

Ein zentraler Baustein dieses Ansatzes ist die Koppelung zweier eigener Wirkstoffe. Erste Daten aus einer chinesischen Phase-2-Studie zeigen für den Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Kandidaten BNT326/YL202 eine ermutigende Anti-Tumor-Aktivität bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für eine neue Studie, die diesen Wirkstoff direkt mit dem Immunmodulator Pumitamig kombiniert. Auch als Monotherapie oder in Verbindung mit klassischer Chemotherapie lieferte Pumitamig bei schwer behandelbaren Patientengruppen, etwa nach dem Versagen zielgerichteter Therapien, klinisch bedeutsame Überlebensvorteile.

Parallel dazu treibt BioNTech die späte klinische Entwicklung weiterer Kandidaten voran. Der Wirkstoff Gotistobart reduzierte in der ersten Phase einer globalen Phase-3-Studie das Sterberisiko bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen der Lunge um 54 Prozent im Vergleich zur Standard-Chemotherapie. Insgesamt führt das Unternehmen aktuell 16 klinische Studien allein im Bereich Lungenkrebs durch, um verschiedene Krankheitsstadien durch neuartige Wirkstoffkombinationen abzudecken.

Hohe Forschungskosten belasten

Dieser massive klinische Aufwand hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz. Für das Jahr 2025 meldete BioNTech einen Nettoverlust von rund 1,14 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 2,87 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit weiter sinkenden Einnahmen zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro. Ein Finanzpolster von 17,2 Milliarden Euro sichert die Entwicklung zwar ab, federt die Skepsis der Investoren aber nur bedingt ab. Nach einem Kursrückgang von fast 19 Prozent in den vergangenen 30 Tagen notiert das Papier aktuell bei 76,30 Euro.

Der Übergang vom COVID-19-Impfstoffhersteller zum Onkologie-Konzern erfordert nun zählbare Erfolge. Bis Ende 2026 plant das Unternehmen den Start von 15 Phase-3-Studien in der Krebsforschung. Im selben Zeitraum stehen sieben wichtige Datenveröffentlichungen aus fortgeschrittenen klinischen Tests an, an denen Investoren die Tragfähigkeit der neuen Kombinationstherapie-Strategie messen werden.

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