Nach der Ankündigung des Rückzugs der beiden Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci stand BioNTech zuletzt spürbar unter Druck. Nun versucht das Mainzer Unternehmen, den Fokus der Investoren wieder auf das operative Geschäft zu lenken. Auf dem europäischen Lungenkrebskongress in Kopenhagen präsentierte der Konzern neue klinische Daten, die das Potenzial der Onkologie-Pipeline abseits des Covid-19-Geschäfts untermauern sollen.
Premiere für neuen Antikörper
Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand ein Kandidat, der in Dänemark erstmals klinische Daten lieferte. Der gemeinsam mit MediLink Therapeutics entwickelte Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) BNT326/YL202 zeigte bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs eine messbare Antitumoraktivität bei einem gleichzeitig günstigen Sicherheitsprofil.
Die Ergebnisse stützen die laufende Phase-1b/2-Studie, in der das Mittel mit dem Immunmodulator Pumitamig kombiniert wird. Diese Strategie zielt darauf ab, durch die Kombination zweier neuartiger Wirkstoffe klinische Profile zu erreichen, die ein einzelnes Medikament nicht bieten könnte. Auch für Pumitamig selbst meldete das Unternehmen ermutigende Überlebensdaten beim Einsatz als Erstlinientherapie.
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Geringeres Sterberisiko und pralle Kasse
Parallel dazu lieferte BioNTech aktualisierte Zahlen zu Gotistobart. In der ersten Phase einer globalen Phase-3-Studie verringerte der Antikörper das Sterberisiko bei bestimmten Lungenkrebspatienten um 54 Prozent im Vergleich zur Standard-Chemotherapie. Die finale Phase dieser Zulassungsstudie läuft derzeit.
Um das ehrgeizige Ziel von 15 laufenden Phase-3-Studien bis Ende 2026 zu erreichen, greift das Management auf ein massives Finanzpolster zurück. Mit liquiden Mitteln von 17,2 Milliarden Euro ist die Finanzierung der aktuell 16 laufenden Lungenkrebsstudien gesichert.
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Frische Impulse für die Aktie
Diese operativen Fortschritte kommen für Aktionäre zur rechten Zeit. Nach einem Kursverlust von knapp 20 Prozent auf Monatssicht notiert das Papier aktuell bei 75,75 Euro. Auslöser für diesen Abwärtstrend war die Mitteilung vom 10. März, dass die Gründer das Unternehmen zum Jahresende verlassen werden, gepaart mit einem verhaltenen Umsatzausblick für 2026 und einem Nettoverlust von 305 Millionen Euro im vierten Quartal 2025. Die aktuellen Datenpakete aus Kopenhagen lenken die Aufmerksamkeit der Anleger nun wieder auf die Breite der klinischen Entwicklung.
Das laufende Jahr markiert einen wichtigen Prüfstein für die Post-Pandemie-Strategie des Unternehmens. Bis Ende 2026 stehen sieben größere Datenveröffentlichungen aus späten Studienphasen an, die als konkrete Messlatte für den kommerziellen Erfolg der neuen Onkologie-Kandidaten dienen werden.
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