Die BioNTech-Aktie zeigt sich aktuell erholt. Auf Wochensicht steht ein Plus von knapp zehn Prozent auf der Kurstafel. Der Schein trügt jedoch ein wenig. Im Mai stehen zwei Termine an, die den weiteren Kursverlauf massiv prägen werden.
Der Blick auf die Quartalszahlen
Am 5. Mai öffnet das Mainzer Unternehmen die Bücher für das erste Quartal. Analysten erwarten einen Verlust von 2,31 Euro je Aktie. Der Umsatz dürfte bei rund 168 Millionen Euro liegen.
Die Messlatte liegt also tief. Das Management rechnet für das laufende Jahr mit einem massiven Umsatzrückgang. Die Erlöse sollen spürbar auf gut zwei Milliarden Euro einbrechen. Ein komfortables Polster bleibt dennoch. BioNTech sitzt auf einer gewaltigen Liquiditätsreserve von rund 17 Milliarden Euro.
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Umbau auf der Hauptversammlung
Zehn Tage später folgt die virtuelle Hauptversammlung. Aktionäre stimmen am 15. Mai über die Neuausrichtung des Aufsichtsrats ab. Das Gremium wächst von sechs auf acht Mitglieder. Zwei neue Spezialisten für Onkologie sollen den Wandel zum Krebs-Spezialisten begleiten.
Parallel dazu steht eine wichtige Kapitalmaßnahme auf der Agenda. Der Vorstand bittet um ein neues genehmigtes Kapital. Dieses entspricht der Hälfte des aktuellen Grundkapitals. Damit sichert sich BioNTech finanzielle Flexibilität für die teure Forschung.
Pipeline und Rückschläge
Die klinische Pipeline wächst rasant. Aktuell laufen neun Phase-III-Studien in der Onkologie. Bis zum Jahresende plant BioNTech den Start von sechs weiteren späten Studienprogrammen. Zusammen mit dem Partner DualityBio bereitet der Konzern den ersten Zulassungsantrag für einen Antikörper-Wirkstoff vor.
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Derweil stottert der Motor im alten Kerngeschäft. Pfizer und BioNTech haben eine große US-Studie für einen angepassten Corona-Impfstoff gestoppt. Es fanden sich nicht genug Teilnehmer. Das erhöht den Druck auf die Onkologie-Sparte. Diese wird laut Management in diesem Jahr noch keine kommerziellen Umsätze abwerfen.
Anleger zeigen sich angesichts dieser Gemengelage robust. Die Aktie schloss am Freitag bei 87,00 Euro. Damit notiert das Papier knapp über der 50-Tage-Linie. Vom 52-Wochen-Tief bei 72,50 Euro hat sich der Kurs spürbar abgesetzt.
Am 5. Mai müssen die Mainzer nun liefern. Der Quartalsbericht wird zeigen, wie schnell der Konzern seine hohen Barreserven verbrennt. Fällt der Ausblick für die Krebsforschung positiv aus, rückt die 200-Tage-Linie bei knapp 88 Euro ins Visier.
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