BioNTech sendet kurz vor wichtigen Unternehmensterminen ein kräftiges Signal aus der Onkologie-Forschung. Auf einem großen Fachkongress präsentierte das Mainzer Unternehmen am Wochenende überzeugende Phase-2-Daten für einen zentralen Antikörper-Wirkstoff-Kandidaten. Die Ergebnisse untermauern die Ambitionen, sich abseits des schrumpfenden Corona-Geschäfts ein lukratives zweites Standbein in der Krebstherapie aufzubauen.
Überzeugende Wirksamkeit
Im Fokus steht der Wirkstoff Trastuzumab Pamirtecan (BNT323), der bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom (Gebärmutterkrebs) getestet wird. Die am 11. April vorgestellten Daten zeigen eine objektive Ansprechrate von knapp 48 Prozent bei stark vorbehandelten Patientinnen. Bei Tumoren mit besonders hoher HER2-Ausprägung kletterte dieser Wert sogar auf über 73 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben lag bei rund acht Monaten. Diese Zahlen belegen eine klinisch bedeutsame Wirksamkeit in einem Bereich, in dem es bisher an guten medizinischen Alternativen mangelt.
Zulassungsantrag rückt näher
Die Untersuchung ist die bislang größte ihrer Art für diese spezifische Indikation. Auf Basis dieser Resultate sowie des bereits 2023 von der US-Behörde FDA gewährten „Fast Track“-Status treibt BioNTech die Entwicklung zügig voran. Eine weltweite Phase-3-Studie läuft bereits. Verläuft diese erfolgreich, planen die Mainzer gemeinsam mit dem Partner DualityBio noch im Jahr 2026 den Zulassungsantrag einzureichen. Ein weiterer Kurskatalysator steht ebenfalls an: Die Phase-3-Studie für denselben Wirkstoff bei Brustkrebs ist vollständig rekrutiert und wird noch in diesem Jahr Ergebnisse liefern.
Spagat zwischen Onkologie und Corona
Während die Krebspipeline Fortschritte macht, trübt sich das Umfeld für den Corona-Impfstoff Comirnaty weiter ein. Die FDA fordert künftig placebokontrollierte Studien für neue COVID-19-Impfstoffe und empfiehlt keine jährlichen Auffrischungen mehr für gesunde Menschen unter 65 Jahren. Diese strukturellen Veränderungen dürften den adressierbaren Markt spürbar verkleinern. Vor diesem Hintergrund schloss die BioNTech-Aktie am Freitag mit einem leichten Tagesplus von 2,12 Prozent bei 79,40 Euro, notiert seit Jahresbeginn aber weiterhin leicht im Minus.
Wie das Management diese gegenläufigen Entwicklungen moderiert, wird sich in wenigen Wochen konkretisieren. Am 5. Mai 2026 präsentiert BioNTech die Zahlen für das erste Quartal, gefolgt von der Hauptversammlung am 15. Mai, bei der unter anderem eine strategische Erweiterung des Aufsichtsrats um zwei Onkologie-Experten beschlossen werden soll.
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