Der Mainzer Impfstoffhersteller treibt den Umbau zum Onkologie-Konzern voran. Auf dem europäischen Lungenkrebskongress in Kopenhagen präsentierte das Unternehmen nun umfangreiche klinische Daten, die den sinkenden Corona-Umsätzen langfristig entgegenwirken sollen. Besonders eine neue Kombinationstherapie und vielversprechende Überlebensraten rücken dabei in den Vordergrund.
Der Druck auf die klinische Pipeline ist immens. Mit einem Nettoverlust von über 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2025 und einer verhaltenen Umsatzprognose für 2026 benötigt der Konzern dringend neue Wachstumstreiber. Diese operative Übergangsphase spiegelt sich auch an der Börse wider: Auf Monatssicht verlor das Papier rund 19 Prozent und notiert aktuell bei 75,35 Euro. Umso wichtiger sind die nun veröffentlichten Studienergebnisse, um das Vertrauen der Investoren in das Krebs-Portfolio zu stärken.
Gotistobart liefert handfeste Argumente
Das auffälligste Ergebnis auf dem Kongress lieferte der Wirkstoffkandidat Gotistobart. In der ersten Phase einer globalen Phase-3-Studie bei Patienten mit einer speziellen Form von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) zeigte sich ein deutlicher klinischer Nutzen. Gegenüber der Standard-Chemotherapie verringerte sich das Sterberisiko um 54 Prozent. Der zusammen mit OncoC4 entwickelte Antikörper zielt darauf ab, bestimmte regulatorische T-Zellen im Tumorumfeld auszuschalten. Die entscheidende Hauptphase dieser Studie läuft derzeit noch und muss diese vorläufigen Daten bestätigen.
Neue Kombinationstherapien im Fokus
Parallel dazu forciert das Management neuartige Kombinationsansätze. Erste Daten aus China belegen die Wirksamkeit und ein günstiges Sicherheitsprofil des HER3-gerichteten Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) BNT326/YL202 bei fortgeschrittenem Lungenkrebs. Diese Erkenntnisse stützen eine laufende Studie, in der das ADC direkt mit dem Immunmodulator Pumitamig gekoppelt wird. Dieser gezielte doppelte Angriff auf die Tumorzellen soll die Wettbewerbsposition in der Erst- und Zweitlinienbehandlung ausbauen. Auch Pumitamig selbst lieferte in Kombination mit Chemotherapie positive Überlebensdaten bei Patienten mit EGFR-Mutationen.
Insgesamt testet das Unternehmen aktuell 16 verschiedene Ansätze gegen Lungenkrebs. Bis Ende 2026 sollen 15 Phase-3-Studien laufen, zudem stehen im laufenden Jahr sieben wichtige Datenveröffentlichungen aus späten Studienphasen an. Diese anstehenden Meilensteine bilden den konkreten Gradmesser für den Erfolg der Post-Pandemie-Strategie, zumal der geplante Rückzug der Gründer und der Transfer von mRNA-Assets zusätzliche strukturelle Veränderungen auf der Führungsebene mit sich bringen.
BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:
Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


