BioNTech Aktie: Sterberisiko deutlich gesenkt

BioNTech präsentiert vielversprechende klinische Daten für Lungenkrebstherapien auf dem europäischen Onkologiekongress. Der Hauptkandidat Gotistobart zeigt deutliche Überlebensvorteile gegenüber Standard-Chemotherapie.

BioNTech Aktie
Kurz & knapp:
  • Sterberisiko bei Lungenkrebs um mehr als Hälfte reduziert
  • Hauptkandidat Gotistobart übertrifft Standard-Chemotherapie
  • Erste positive Daten für Antikörper-Wirkstoff-Konjugat BNT326
  • Aggressive Forschungsstrategie mit 15 Phase-3-Studien geplant

BioNTech steht unter Zugzwang, die sinkenden Einnahmen aus dem Corona-Impfstoffgeschäft durch Erfolge in der Onkologie auszugleichen. Zum heutigen Auftakt des europäischen Lungenkrebskongresses in Kopenhagen liefert das Mainzer Unternehmen nun handfeste Argumente für seine teure Forschungsstrategie. Im Zentrum stehen klinische Daten, die das Sterberisiko bei einer bestimmten Patientengruppe um mehr als die Hälfte reduzieren.

Überlebensvorteil in der späten Studienphase

Die meiste Aufmerksamkeit zieht der CTLA-4-Inhibitor Gotistobart auf sich. In der ersten Stufe der globalen PRESERVE-003-Studie zeigte der Wirkstoff bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) eine klare Überlegenheit gegenüber der Standard-Chemotherapie. Die behandelten Patienten hatten zuvor bereits auf eine Kombination aus Immun- und Chemotherapie nicht mehr angesprochen.

Nach knapp 15 Monaten Beobachtungszeit wurde das mittlere Gesamtüberleben in der Gotistobart-Gruppe noch nicht einmal erreicht, während es bei der Chemotherapie bei zehn Monaten lag. Nach einem Jahr lebten noch 63,1 Prozent der mit dem BioNTech-Kandidaten behandelten Patienten, verglichen mit 30,3 Prozent in der Kontrollgruppe. Die Nebenwirkungen blieben dabei auf einem handhabbaren Niveau und traten sogar minimal seltener auf als bei der klassischen Chemotherapie.

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Neue Wirkstoffklassen zeigen Wirkung

Abseits des Hauptkandidaten präsentiert das Unternehmen erstmals spezifische NSCLC-Daten für sein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) BNT326. Erste Ergebnisse einer chinesischen Phase-2-Studie belegen eine messbare Antitumoraktivität bei Patienten, die auf Standardtherapien nicht mehr ansprachen.

Parallel dazu untermauern aktualisierte Daten zum bispezifischen Immunmodulator Pumitamig die laufende Phase-3-Studie. Die Kombination mit einer Chemotherapie zeigte vielversprechende Überlebensraten bei Patienten mit einer bestimmten Genmutation (EGFR), unabhängig von der Ausprägung spezifischer Biomarker.

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Die Wette auf die Zukunft

Der Aufwand für diese klinische Breite ist enorm. Aktuell betreibt BioNTech 16 Studien allein im Bereich Lungenkrebs und plant, bis Ende 2026 insgesamt 15 Phase-3-Studien über das gesamte Portfolio hinweg laufen zu haben. Diese aggressive Forschungsoffensive ist der Kern der Unternehmensstrategie, um sich langfristig als breit aufgestellter Krebs-Spezialist zu etablieren.

An der Börse spiegelte sich zuletzt eine gewisse Skepsis bezüglich der hohen Ausgaben und der Zeitpläne wider. Nach einem Kursrückgang von über 19 Prozent im vergangenen Monat notiert das Papier aktuell bei 75,20 Euro. Die Präsentationen in Kopenhagen markieren nun den ersten großen Onkologie-Meilenstein des Jahres. Mit sieben fest eingeplanten späten Datenauslesungen bis Ende 2026 liefert BioNTech genau die klinischen Beweise, die Investoren zur Rechtfertigung der hohen Forschungsbudgets fordern.

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