BioNTech und Pfizer haben ihre US-amerikanische COVID-19-Booster-Studie für Erwachsene zwischen 50 und 64 Jahren abgebrochen. Der Grund: Zu wenige Teilnehmer. Mehr als 80 Prozent der potenziellen Kandidaten scheiterten bereits im Vorscreening oder lehnten eine Teilnahme ab — damit war das angestrebte Rekrutierungsziel von 25.000 bis 30.000 Personen unerreichbar.
Druck durch neue FDA-Anforderungen
Der Abbruch trifft BioNTech zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die FDA hatte im Mai 2025 neue Anforderungen eingeführt, die placebokontrollierte Studiendaten speziell für diese Altersgruppe vorschreiben. Das machte eine ohnehin schwierige Rekrutierung noch komplexer.
Parallel dazu hat das Analysehaus HC Wainwright seine EPS-Schätzung für das Gesamtjahr 2026 deutlich auf -4,57 US-Dollar je Aktie gesenkt — trotz aufrechterhaltenem Kursziel von 130 US-Dollar und Buy-Rating. Für das erste und zweite Quartal 2026 erwartet die Firma Verluste von -2,41 beziehungsweise -2,43 US-Dollar je Aktie.
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Onkologie als neues Fundament
Der COVID-Rückschlag ändert nichts an der finanziellen Ausgangslage. BioNTech schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 2,87 Milliarden Euro ab — ein Plus von 4,3 Prozent. Die Kassenreserven belaufen sich auf rund 17,2 Milliarden Euro, der operative Cashflow war mit 403 Millionen Euro positiv. Zum Vergleich: Konkurrent Moderna verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang von 39,2 Prozent und einen Nettoverlust von 2,8 Milliarden US-Dollar.
Diese finanzielle Stärke stützt den strategischen Schwenk Richtung Krebsmedizin. Bis Ende 2026 will BioNTech 15 Onkologie-Programme in Phase-3-Studien führen. Ein konkreter Meilenstein in diesem Jahr ist die geplante Zulassungseinreichung für Trastuzumab Pamirtecan bei HER2-positivem Endometriumkarzinom.
Auf der Hauptversammlung am 15. Mai 2026 soll zudem der Aufsichtsrat von sechs auf acht Mitglieder erweitert werden, um zusätzliche Onkologie-Expertise einzubinden. Gleichzeitig ist geplant, die mRNA-Forschung der nächsten Generation bis Ende des ersten Halbjahres 2026 in eine eigenständige Einheit auszugliedern — damit das Kerngeschäft den Fokus vollständig auf die Krebspipeline richten kann.
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