BioNTech beendet die Woche mit einem Plus von 1,39 % bei 83,95 Euro. Auf Wochensicht bleibt dennoch ein Minus von fast 6 %. Für eine Rückkehr in den technischen Aufwärtstrend müsste der Kurs wieder einige Prozent zulegen. Analysten sehen BioNTech im Durchschnitt weiterhin oberhalb von 100 Euro. Jedenfalls haben sich viele Kursziele noch nicht geändert.
BioNTech: 105 Dollar sind immer noch viel
BMO hat seine Erwartungen inzwischen zurückgenommen. Das Analysehaus stufte BioNTech von „Outperform“ auf „Market Perform“ ab und senkte das Kursziel von 128 auf 105 Dollar. Begründet wird die vorsichtigere Einschätzung unter anderem mit den rückläufigen Comirnaty-Umsätzen und dem Entwicklungsrisiko bei Pumitamig. Aussagekräftige Daten, die dieses Risiko deutlich reduzieren könnten, erwartet BMO frühestens 2028.
Der Rückgang des Covid-19-Geschäfts zeigt sich bereits in den Zahlen. BioNTech reduzierte seine Umsatzprognose für 2026 von 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro auf 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal gingen die Erlöse von 260,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 105,6 Millionen Euro zurück. Der Nettoverlust belief sich auf 820,8 Millionen Euro. Die Finanzierung der umfangreichen Krebsforschung kann BioNTech aus hohen eigenen Reserven bestreiten. Ende des zweiten Quartals verfügte das Unternehmen über 16,6 Milliarden Euro an Barmitteln und Wertpapieren. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 25 Milliarden Euro entsprechen die liquiden Mittel und Wertpapiere etwa zwei Dritteln des Börsenwerts. Zusätzlich ist ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1 Milliarde Dollar vorgesehen.
Ein großer Teil der Investitionen fließt in die Onkologie. BioNTech betreibt inzwischen 14 zulassungsrelevante beziehungsweise entsprechend angelegte Studien. Sechs davon wurden allein im ersten Halbjahr neu gestartet. Neue Einblicke in mehrere Programme liefert nun der IASLC-Kongress in Seoul. Dort präsentiert BioNTech Daten zur Kombination von Pumitamig mit Elfetabart Drozuntecan. Außerdem werden neue Überlebensdaten zu Gotistobart vorgestellt. Für Pumitamig erwartet BMO Daten mit größerer Aussagekraft allerdings erst ab 2028, heißt es.
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