BioNTech steht vor einem entscheidenden Quartal. Am 3. November präsentiert der deutsche Biotech-Riese die Q3-Zahlen – mitten in der größten strategischen Transformation der Unternehmensgeschichte. Denn parallel läuft die milliardenschwere CureVac-Übernahme auf Hochtouren.

CureVac-Deal bringt Bewegung ins Spiel

BioNTech hat am 22. Oktober das öffentliche Übernahmeangebot für alle CureVac-Aktien gestartet. Der Deal hat ein Volumen von rund 1,25 Milliarden Dollar – komplett in BioNTech-Aktien bezahlt. Jede CureVac-Aktie wird gegen etwa 5,46 Dollar in BioNTech-Papiere getauscht.

Das Ziel ist klar: BioNTech will seine mRNA-Krebstherapie-Kapazitäten massiv ausbauen. Ein Schutzmechanismus federt Kursschwankungen ab – das Tauschverhältnis bewegt sich zwischen 0,04318 und 0,06476 BioNTech-Aktien pro CureVac-Anteil.

Wichtige Termine für Anleger:
– 25. November: CureVac-Hauptversammlung
– 3. Dezember: Angebotsfrist läuft ab
– Bedingung: Mindestens 80% der CureVac-Aktien müssen angedient werden

Pipeline zeigt erste Erfolge

Abseits der Übernahme punktet BioNTech mit klinischen Fortschritten. Der Wirkstoff BNT327, entwickelt mit Bristol Myers Squibb, zeigte vielversprechende Ergebnisse bei kleinzelligem Lungenkrebs. Noch wichtiger: Die Phase-3-Studie für BNT323/DB-1303 erreichte das primäre Ziel bei HER2-positivem Brustkrebs.

Die Transformation von der COVID-Impfstoff-Abhängigkeit hin zum diversifizierten Onkologie-Konzern nimmt Fahrt auf. Bis zu eine Milliarde Pfund investiert BioNTech über zehn Jahre in britische Forschung – mit 129 Millionen Pfund Staatshilfe.

Spannung vor den Q3-Zahlen

Die anstehenden Quartalszahlen werden zeigen, wie erfolgreich der Strategiewechsel vorankommt. Während die COVID-Impfstoff-Umsätze normalisieren, steigen die Pipeline-Investitionen. Der 11. November bringt zusätzliche Klarheit: Dann präsentiert BioNTech seinen F&E-Tag 2025.

Analysten sehen die Aktie durchschnittlich bei 134,35 Dollar – doch der wahre Test kommt erst mit der erfolgreichen Umsetzung der ehrgeizigen Pläne.