BioNTech ist nun auf Top-Wege: Die Mainzer haben nunmehr einen Aufschlag von über 6,5 % geschafft und nach den schon hohen 20 % vom Mittwoch jetzt die nächste Stufe erreicht. Mehr als knapp über 100 Euro sind zu verbuchen. Die Mainzer profitieren von den Studienerfolgen der Moderna zu mRNA-Impfstoffen gegen Krebserkrankungen bei einer Phase-III-Studie, die positiv ausfiel. Moderna möchte ggf. schon 2027 an den Markt kommen.
Bei der BioNTech entstand Aufbruchstimmung, wobei die eigenen Zahlen derzeit noch etwas zu schwach sind. Dies belegten die kürzlich publizierten Quartalszahlen.

BioNTech: Noch immer in der sehr guten Hoffnung

Für 2026 senkte das Unternehmen seine Prognose von bislang 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro auf nur noch 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro. Ausschlaggebend ist die geringer als erwartete Nachfrage nach COVID-19-Auffrischungsimpfungen. Die Entwicklung zeigte sich bereits im zweiten Quartal: Der Umsatz brach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 59,4 % auf 105,6 Millionen Euro ein, während sich der Nettoverlust auf 820,8 Millionen Euro mehr als verdoppelte.
Für die zweite Jahreshälfte gibt es allerdings einen wichtigen finanziellen Impuls. BioNTech erwartet im dritten Quartal eine sogenannte Kollaborationszahlung von Bristol Myers Squibb über 613 Millionen Euro. Diese könnte die Erlösentwicklung erheblich vorantreiben.

Aber: Entscheidend für die langfristige Perspektive bleibt jedoch die Verwandlung zum Onkologie-Unternehmen. BioNTech hat 2026 bereits sechs zulassungsrelevante Krebsstudien gestartet, darunter fünf mit Pumitamig und eine mit dem ADC-Kandidaten Elfetabart Drozuntecan. Bei Pumitamig wurden in einer Studie zu nicht-kleinzelligem Lungenkrebs eine bestätigte objektive Ansprechrate von 62,5 % gemeldet. Zudem stehen im weiteren Jahresverlauf drei wichtige Studienauslesungen an.
BioNTech hat hier mit 16,6 Milliarden Euro liquiden Mitteln hinreichend Geduld. Moderna hat nun den Aufwärtstrend massiv vorangetrieben. Analysten haben noch höhere Kursziele für die BioNTech.