Das Mainzer Biotech-Unternehmen verliert seine prägenden Gesichter. Ugur Sahin und Özlem Türeci haben angekündigt, BioNTech bis Ende 2026 zu verlassen, um ein neues mRNA-Projekt zu gründen. Gepaart mit enttäuschenden Geschäftszahlen und einer schwachen Jahresprognose löste diese Nachricht eine massive Flucht der Anleger aus.
Rote Zahlen und verfehlte Prognosen
Die Reaktion an der Börse fiel drastisch aus. Am 10. März stürzten die Papiere zeitweise um mehr als 20 Prozent ab und markierten bei 72,50 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Aktuell notiert der Titel bei 77,30 Euro. Verantwortlich für den Kursrutsch ist neben dem Führungswechsel ein trüber finanzieller Ausblick. Das Management rechnet für 2026 nur noch mit Umsätzen zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro. Damit verfehlt das Unternehmen die Markterwartungen von rund 2,75 Milliarden Euro deutlich.
Zudem weitete sich der Nettoverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 auf rund 1,14 Milliarden Euro aus. Das operative Geschäft leidet spürbar unter den schwindenden Einnahmen aus dem Verkauf von Covid-19-Impfstoffen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BioNTech?
Milliarden-Polster für die Onkologie
Trotz des Gegenwinds hält das Unternehmen an seiner strategischen Neuausrichtung fest. Der Fokus liegt nun vollständig auf der Präzisionsonkologie. Ein finanzielles Polster von rund 17,2 Milliarden Euro an liquiden Mitteln sichert die teure Forschung ab. Bis Ende 2026 sollen 15 Onkologie-Studien in der entscheidenden Phase 3 laufen, darunter Schlüsselprojekte wie Gotistobart und Trastuzumab pamirtecan.
Auch an dem neuen Projekt der scheidenden Gründer wird sich BioNTech mit einer Minderheitsbeteiligung finanziell engagieren, um eine partnerschaftliche Verbindung aufrechtzuerhalten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BioNTech?
Die Wall Street hat auf die veränderte Ausgangslage umgehend reagiert und die Bewertungsmodelle angepasst. Mehrere Großbanken senkten ihre Kursziele, verweisen aber gleichzeitig auf die prall gefüllte Kasse und die starke Pipeline:
- Canaccord Genuity: 171 US-Dollar
- Citigroup: 130 US-Dollar
- BMO Capital: 128 US-Dollar
- Morgan Stanley: 125 US-Dollar
Die kommenden Monate stehen im Zeichen des Übergangs. Während das operative Geschäft die Lücke der wegfallenden Impfstoff-Milliarden schließen muss, bereitet das Unternehmen parallel die strukturelle Trennung vom Gründer-Duo bis Mitte 2026 vor. Der Erfolg der geplanten Phase-3-Studien wird die Grundlage dafür bilden, ob die Transformation zu einem Onkologie-Konzern mit mehreren zugelassenen Krebstherapien bis zum anvisierten Zieljahr 2030 gelingt.
BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 20. März liefert die Antwort:
Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

