BioNTech bereitet den nächsten großen Schritt vor. Der Mainzer Biotech-Konzern plant seinen ersten Zulassungsantrag bei der US-Gesundheitsbehörde FDA. Im Zentrum steht der Onkologie-Kandidat Trastuzumab Pamirtecan. Das markiert einen Wendepunkt für das Unternehmen.
Klinische Daten stützen den Zeitplan
Die jüngsten Studienergebnisse liefern Rückenwind. In einer Phase-2-Studie zeigte das Mittel bei fortgeschrittenem Gebärmutterkörperkrebs eine Ansprechrate von rund 49 Prozent. Das betrifft Patientinnen, die zuvor bereits mit Checkpoint-Inhibitoren behandelt wurden. BioNTech und der Partner DualityBio peilen nun für 2026 den offiziellen Zulassungsantrag an.
Parallel dazu läuft bereits eine weltweite Phase-3-Studie. Sie vergleicht die neue Therapie direkt mit einer herkömmlichen Chemotherapie. Das Ziel: Die Wirksamkeit des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats endgültig bestätigen. Die FDA hat dem Kandidaten bereits den Status einer Durchbruchstherapie verliehen.
Milliardenbudget für die Pipeline
Dieser klinische Fortschritt kostet Geld. Das Management plant im laufenden Jahr mit Forschungsausgaben von bis zu 2,5 Milliarden Euro. BioNTech treibt aktuell neun späte Wirksamkeitsstudien in der Onkologie voran. Bis zum Jahresende plant das Unternehmen den Start weiterer Programme.
Indes schrumpft das einstige Kerngeschäft. Der Vorstand erwartet einen Umsatzrückgang von etwa 25 Prozent. Der Erlös dürfte auf gut zwei Milliarden Euro sinken. Ein massives finanzielles Polster federt diesen Übergang ab. BioNTech startete mit einer Liquiditätsreserve von 17,2 Milliarden Euro in das Jahr.
Kursentwicklung und anstehende Termine
An der Börse honorieren Anleger den strategischen Umbau. Die Aktie schloss am Freitag bei 87,00 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von knapp elf Prozent auf der Anzeigetafel. Analysten zeigen sich überwiegend optimistisch. Die Bank of America hob ihr Kursziel nach den jüngsten Studiendaten auf 130 US-Dollar an.
Im Mai stehen nun zwei wichtige Termine an. Am 5. Mai präsentiert BioNTech die Quartalszahlen. Zehn Tage später folgt die Hauptversammlung. Dort steht eine personelle Zäsur an. Das Unternehmen sucht Nachfolger für das Gründerduo, das sich bis Jahresende aus dem operativen Geschäft zurückziehen will. Zudem soll der Aufsichtsrat um zwei Onkologie-Experten wachsen.
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