BioNTech befindet sich in einer Phase des radikalen Wandels. Während das Geschäft mit Corona-Impfstoffen weiter schrumpft, pumpt das Mainzer Unternehmen Milliarden in die Krebsforschung. Die Transformation hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz. Die prall gefüllte Kasse erlaubt dem Management allerdings einen langen Atem.

Die Umsätze sanken im ersten Quartal auf 118,1 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum standen noch 182,8 Millionen Euro in den Büchern. Der Nettoverlust weitete sich parallel dazu auf 531,9 Millionen Euro aus.

Fokus auf die Krebs-Pipeline

Das Management setzt nun alles auf die Onkologie-Pipeline. Im Zentrum steht das Programm Pumitamig, für das in Kooperation mit Bristol Myers Squibb weitere Studien gestartet wurden. Bis Ende 2026 erwartet das Unternehmen Daten aus sechs fortgeschrittenen klinischen Tests.

Um den strategischen Schwenk zu finanzieren, strafft BioNTech die eigene Fertigung. Bis zum Jahr 2029 sollen so jährlich rund 500 Millionen Euro eingespart werden. Dieser Schritt betrifft voraussichtlich etwa 1.860 Stellen im Unternehmen.

Milliardenpolster und Aktienrückkäufe

Trotz der roten Zahlen verfügt BioNTech über ein Finanzpolster von 16,8 Milliarden Euro an liquiden Mitteln. Ein Teil davon fließt nun zurück an die Aktionäre. Der Vorstand kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde US-Dollar an, das über die nächsten zwölf Monate laufen soll.

Für das Gesamtjahr hält BioNTech an seiner Prognose fest. Der Umsatz soll zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro liegen. Das Erreichen dieser Ziele hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Nachfrage nach den angepassten Varianten-Impfstoffen im kommenden Herbst entwickelt.