Bitcoin: Entscheidende Tage

Ein massiver Bitcoin-Optionsverfall trifft auf technische Signale für ein Ende der dreimonatigen Miner-Kapitulation, während institutionelle Abflüsse auf steigendes Retail-Interesse treffen.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Massenverfall von 7,8 Mrd. Dollar Bitcoin-Optionen
  • Hash-Ribbon deutet Ende der Miner-Kapitulation an
  • Institutionelle ETF-Abflüsse trotz hoher Privatanleger-Nachfrage
  • Bitcoin notiert unter durchschnittlichen Produktionskosten

Der Bitcoin steht vor einem der größten Options-Verfälle des Jahres. Am heutigen Freitag laufen Kontrakte im Wert von 7,8 Milliarden Dollar aus – während gleichzeitig On-Chain-Daten auf das Ende einer historischen Miner-Kapitulation hindeuten. Eine explosive Mischung aus technischen Signalen und extremen Stimmungen.

7,8 Milliarden Dollar Optionen verfallen heute

Rund 115.500 Bitcoin-Optionskontrakte erreichen heute ihr Verfallsdatum. Das Volumen ist überdurchschnittlich hoch, da der Monatsultimo zusätzliche Volatilität mit sich bringt. Das Put/Call-Verhältnis liegt bei 0,76 – ein Zeichen für bullische Positionierung der Händler. Doch der sogenannte Max-Pain-Punkt, bei dem die meisten Kontrakte wertlos verfallen, liegt laut Coinglass bei 75.000 Dollar. Das aktuelle Preisniveau von rund 66.600 Dollar bedeutet: Viele Wetten enden out-of-the-money.

Die größten offenen Positionen konzentrieren sich bei Strikes von 60.000 und 50.000 Dollar. Bärische Wetten nehmen zu, während die Skew-Metrik – ein Maß für die Nachfrage nach Absicherungen – zwar von extremen Niveaus zurückgekommen ist, aber weiterhin negativ bleibt. Greeks.live spricht von „unzureichendem Vertrauen“ trotz nachlassenden Abwärtstrends.

Miner am Limit – Hash Ribbon kurz vor Umkehr

Das Hash-Ribbon-Signal steht kurz davor, das Ende einer dreimonatigen Miner-Kapitulation anzuzeigen – eine der längsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Das Indikator-Modell vergleicht die 30- und 60-Tage-Durchschnitte der Hashrate und basiert auf der Beobachtung, dass Bitcoin häufig einen Boden findet, wenn Miner unter maximaler finanzieller Belastung stehen.

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Anfang Februar lag der durchschnittliche Produktionspreis für einen Bitcoin bei etwa 87.000 Dollar, während der Marktpreis auf 60.000 Dollar fiel. Schwächere Miner mussten Maschinen abschalten und Bitcoin-Reserven verkaufen, um Stromrechnungen und Schulden zu bedienen. Die Netzwerk-Difficulty sank daraufhin. Laut Checkonchain liegt der aktualisierte durchschnittliche Produktionspreis jetzt bei circa 66.000 Dollar – Bitcoin handelt damit erstmals seit November 2022 unterhalb der Herstellungskosten.

Die Hashrate erholt sich inzwischen wieder. Ein klassisches Signal dafür, dass die schwächsten Akteure aus dem Markt gedrängt wurden und die Überlebenden wieder Zuversicht zeigen.

ETF-Abflüsse treffen auf steigende Retail-Nachfrage

Während Miner kapitulieren, ziehen institutionelle Anleger Kapital ab. Aus US-gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs flossen in den vergangenen fünf Wochen fast 3,8 Milliarden Dollar ab – die längste Abflussserie seit Februar 2025. BlackRocks IBIT führt mit 2,13 Milliarden Dollar Abzügen an. Das verwaltete Vermögen der ETF-Branche schrumpfte vom Höchststand von 170 Milliarden Dollar im Oktober 2025 auf aktuell 84,3 Milliarden Dollar.

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Bemerkenswert ist der Kontrast zum Retail-Sektor: Google-Suchanfragen nach „buy Bitcoin“ erreichen Niveaus wie zuletzt im Februar 2021. CryptoQuant bestätigt steigende Spot-Nachfrage. Während Institutionen vorsichtig agieren, steigt das Interesse privater Anleger auf ein Fünf-Jahres-Hoch.

Technischer Ausblick und regulatorische Impulse

Bitcoin hat seit Jahresbeginn 24 Prozent verloren. Der Widerstandsbereich zwischen 70.000 und 72.000 Dollar bleibt die erste technische Hürde für eine nachhaltige Erholung. Bitfinex-Analysten sehen bei 78.000 Dollar den „True Market Mean“ – eine On-Chain-Bewertungsmetrik, die den fairen Wert auf Basis tatsächlicher Kapitalzuflüsse schätzt.

Auf der regulatorischen Seite gibt es positive Signale: Das Repräsentantenhaus von Indiana hat Bill 1042 verabschiedet, die Krypto-Zahlungen und Self-Custody schützt sowie Diskriminierung durch Steuern verbietet. Das Gesetz liegt nun beim Gouverneur zur Unterschrift.

Mit dem heutigen Options-Verfall endet eine Phase extremer Positionierung. Ob das Ende der Miner-Kapitulation und die steigende Retail-Nachfrage ausreichen, um den Abwärtstrend zu brechen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Der Markt bleibt fragil, die Signale jedoch mehrdeutig.

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