Bitcoin: Fed-Protokoll schockt Krypto-Märkte

Bitcoin verliert deutlich, nachdem das Fed-Protokoll überraschend offene Diskussionen über Zinserhöhungen enthüllte. Kapital fließt massiv aus Krypto-ETFs ab.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Bitcoin fällt nach Fed-Protokoll-Veröffentlichung
  • Netto-Abflüsse aus US-Bitcoin-ETFs steigen an
  • Fear and Greed Index signalisiert extreme Angst
  • Wells Fargo sieht mittelfristig Chancen nach Korrektur

Die Veröffentlichung des jüngsten Fed-Protokolls hat die Kryptomärkte kalt erwischt. Bitcoin rutschte am Mittwoch um 0,67 Prozent auf 66.891 Dollar ab – und liegt damit satte 47 Prozent unter seinem Allzeithoch von 126.198 Dollar, das erst am 7. Oktober 2025 erreicht wurde. Der Grund für die Schwäche: Die Federal Reserve diskutierte in ihrer Sitzung am 27. und 28. Januar überraschend offen über mögliche Zinserhöhungen.

Dabei hatte die Notenbank die Zinsen eigentlich unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Doch mehrere Ausschussmitglieder signalisierten Offenheit für künftige Zinsanhebungen, sollte die Inflation über dem Zielwert von 2 Prozent verharren. Diese hawkishe Haltung kam für viele Marktteilnehmer unerwartet – zwei Mitglieder hatten sogar für eine Zinssenkung votiert.

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Massive Abflüsse aus Bitcoin-ETFs

Die Nervosität der Anleger zeigt sich konkret in den Kapitalströmen: Am Mittwoch flossen netto 133 Millionen Dollar aus den US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs ab. Das war deutlich mehr als die 105 Millionen Dollar am Vortag. Ethereum traf es mit Abflüssen von 42 Millionen Dollar noch härter – nach Zuflüssen von 49 Millionen Dollar am Dienstag eine bemerkenswerte Kehrtwende.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im März ist laut CME FedWatch Tool von 6,4 auf nur noch 5,9 Prozent gesunken. Das mag nach wenig klingen, doch die Richtung ist eindeutig: Die Hoffnungen auf eine baldige geldpolitische Lockerung schwinden.

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Extreme Angst am Kryptomarkt

Der Fear and Greed Index von CoinMarketCap zeigt mit einem Wert von 11 „extreme Angst“ – nur einen Punkt schlechter als am Vortag. Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen schrumpfte binnen 24 Stunden um 1,2 Prozent auf 2,3 Billionen Dollar. Das Handelsvolumen sank parallel um 1,7 Prozent auf 82 Milliarden Dollar.

Für Bitcoin bedeutet das im laufenden Jahr ein Minus von 23,6 Prozent. Innerhalb der vergangenen Woche büßte die digitale Leitwährung 1,4 Prozent ein. Doch Wells Fargo sieht laut Analysten Licht am Ende des Tunnels: Nach dem heftigen Rückgang von über 50 Prozent von den Hochs könnten sich für risikobereite Anleger mittelfristig Chancen ergeben – sobald die Fed-Politik wieder als unterstützend wahrgenommen wird.

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Über Felix Baarz 1821 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.