270.000 BTC in 30 Tagen — so aggressiv haben Großinvestoren Bitcoin zuletzt vor mehr als einem Jahrzehnt gekauft. Die Kombination aus rekordverdächtiger Nachfrage und schwindenden Beständen auf den Börsen setzt die Bühne für eine der interessanteren Marktkonstellationen seit Jahren.
Angebot schrumpft, Nachfrage wächst
Die verfügbaren Bitcoin auf zentralisierten Handelsplattformen sind auf ein Zyklustief gefallen: Nur noch rund 2,68 Millionen BTC liegen dort. Allein zwischen dem 10. und 16. April wurden knapp 19.100 BTC — rund 1,42 Milliarden Dollar — abgezogen, 71 Prozent davon von Binance. Wer Bitcoin von Börsen abzieht, plant in der Regel keinen kurzfristigen Verkauf.
Hinzu kommt: 60 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots hat sich in den vergangenen zwölf Monaten nicht bewegt. MicroStrategy hält inzwischen fast 781.000 BTC nach einem weiteren milliardenschweren Kauf in der Woche bis zum 12. April. Die Marktliquidität zieht sich spürbar zusammen.
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Widerstand bei 76.000 Dollar
Am 16. April kletterte Bitcoin auf ein Mehrmonatshoch von 76.052 Dollar — und prallte dort ab. Seitdem pendelt der Kurs um die 74.000 bis 75.000 Dollar-Marke. Aktuell notiert Bitcoin bei rund 74.788 Dollar, rund sieben Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt, aber noch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
Analysten von IG und MEXC Research sehen die Zone zwischen 75.000 und 76.100 Dollar als entscheidende Hürde. Ein nachhaltiger Tagesschluss darüber würde den Weg in Richtung 85.000 Dollar öffnen. Nach unten gelten 72.000 und 67.600 Dollar als Auffangzonen.
Negative Funding Rates als Kontraindikator
Das Derivatemarkt-Bild ist auf den ersten Blick bärisch: Die Bitcoin-Funding-Rates sind auf den negativsten Stand seit 2023 gefallen, mit einem Sieben-Tage-Durchschnitt von minus 0,005 Prozent. Das bedeutet: Die Mehrheit der Futures-Händler wettet auf fallende Kurse.
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Historisch war das allerdings kein schlechtes Zeichen für Long-Investoren. Ähnlich negative Werte traten zuletzt beim FTX-Kollaps 2022 und der Silicon-Valley-Bank-Krise 2023 auf — jeweils kurz vor lokalen Tiefpunkten. Stark short-positionierte Märkte können bei steigenden Kursen schnell in Aufwärtsdruck umschlagen.
Institutionelle Investoren scheinen das zu antizipieren. Laut einer Nomura-Umfrage vom 16. April planen 80 Prozent der befragten institutionellen Anleger, Kapital in Bitcoin und andere digitale Assets zu allokieren. Spot-Bitcoin-ETFs in den USA verzeichneten am 15. und 16. April zusammen Nettozuflüsse von knapp 598 Millionen Dollar — BlackRocks IBIT allein zog am 16. April fast 292 Millionen Dollar an.
Die Ausgangslage ist damit klar definiert: Auf der einen Seite historisch starke Akkumulation und institutionelle Nachfrage, auf der anderen eine technisch kritische Widerstandszone und ein fragiles Kursgerüst — Glassnode weist darauf hin, dass nur 43 Prozent der kurzfristigen Halter aktuell im Gewinn liegen, deutlich unter dem historischen Schnitt von 54 Prozent. Ob der Widerstand bei 76.100 Dollar in den kommenden Handelstagen fällt, wird zeigen, ob die Akkumulationsphase in echten Aufwärtsdruck mündet.
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