Nach einer wochenlangen Erfolgsserie dreht sich die Stimmung am Kryptomarkt. US-Spot-ETFs verzeichnen plötzlich deutliche Kapitalabflüsse, da steigende Anleiherenditen große Anlageverwalter zur Vorsicht zwingen. Interessanterweise lassen sich vermögende Einzelakteure von dieser Entwicklung nicht abschrecken und nutzen die Schwächephase für strategische Zukäufe.
Abflüsse beenden die Erfolgsserie
In der Woche bis zum heutigen Samstag zogen Investoren netto knapp 296 Millionen US-Dollar aus den US-Spot-Bitcoin-ETFs ab. Damit endete eine einmonatige Phase, die zuvor noch frisches Kapital von über 2,2 Milliarden US-Dollar in den Markt gespült hatte. Allein der IBIT-ETF von BlackRock verbuchte an einem einzigen Handelstag ein Minus von fast 46 Millionen US-Dollar.
Verantwortlich für diesen Strategiewechsel ist das makroökonomische Umfeld. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen kletterte auf 4,48 Prozent und macht festverzinsliche Anlagen für institutionelle Portfolios wieder attraktiver. Das wöchentliche Handelsvolumen der Krypto-ETFs schrumpfte im Zuge dieser Umschichtungen spürbar.
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Charttechnik und staatliche Verkäufe belasten
Auf dem Chart trübt sich das Bild parallel dazu ein. Ein sogenanntes „Death Cross“, bei dem der kurzfristige 50-Tage-Durchschnitt unter die langfristige 200-Tage-Linie fällt, signalisiert eine Fortsetzung des Abwärtstrends. Aktuell notiert die Kryptowährung bereits gut 25 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und weist seit Jahresbeginn ein Minus von über 22 Prozent auf.
Zusätzlicher Verkaufsdruck entsteht durch staatliche Akteure. Bhutan liquidierte im bisherigen Jahresverlauf Bestände im Wert von über 152 Millionen US-Dollar, um Berichten zufolge heimische Infrastrukturprojekte zu finanzieren. Allein am Freitag veräußerte das Land weitere 121 Bitcoin.
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Große Adressen greifen zu
Trotz der trüben kurzfristigen Aussichten zeigt sich eine bemerkenswerte Divergenz im Markt. Während ETF-Anleger Kapital abziehen, stocken sogenannte Wale ihre Bestände auf. Adressen mit einem Volumen zwischen 10 und 10.000 Bitcoin sammelten im vergangenen Monat über 61.000 Coins ein. Auch das Softwareunternehmen MicroStrategy investierte zuletzt weitere 1,57 Milliarden US-Dollar in die digitale Währung.
Gleichzeitig zwingt die aktuelle Preisstruktur die Miner zum Umdenken. Da die Produktionskosten für einen Bitcoin bei knapp 80.000 US-Dollar liegen und damit deutlich über dem aktuellen Marktwert rangieren, weichen viele Schürfer auf das lukrativere Geschäft mit Rechenleistung für Künstliche Intelligenz aus. Die globale Hashrate ist infolgedessen bereits messbar gesunken.
Analysten warnen nun vor den Folgen eines weiteren Kursrutsches. Sollte die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar nachhaltig unterschritten werden, taxieren Experten eine vollständige Erholung des Marktes frühestens auf das zweite Quartal 2027.
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