Bitcoin: JPMorgan verdoppelt ETF-Position auf 1,37 Milliarden

Marathon Digital reduziert Schulden durch Bitcoin-Verkäufe, während JPMorgan seine ETF-Positionen massiv aufstockt. Der Markt zeigt eine zunehmende institutionelle Nachfrage.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Marathon verkauft 20.880 Bitcoin
  • JPMorgan erhöht ETF-Bestände massiv
  • Neue Krypto-Futures von CME geplant
  • Börsenbestände an Bitcoin sinken

Bitcoin erholt sich, aber unter der Oberfläche verschiebt sich die Macht im Markt. Miner verkaufen Reserven, während große Finanzhäuser ihr ETF-Exposure ausbauen. Der Kontrast ist scharf. Er zeigt, wie stark Bitcoin inzwischen zwischen operativem Kostendruck und institutioneller Nachfrage hängt.

Der Kurs sendet kein klares Signal

Am Freitag notiert Bitcoin bei 80.558 Dollar und legt am Tag 1,61 Prozent zu. Auf Monatssicht beträgt das Plus 8,60 Prozent, seit Jahresanfang bleibt ein Minus.

Der Kurs liegt knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 82.099 Dollar. Der RSI von 48,5 signalisiert eine neutrale Lage, nicht Euphorie.

Die Nähe zur 81.000-Dollar-Marke erklärt dennoch die Aufmerksamkeit. Nach den jüngsten US-Inflationsdaten zogen Risikoanlagen an, der S&P 500 erreichte neue Hochs. Bitcoin profitiert von dieser Stimmung, bleibt aber klar unter seinem Rekordniveau aus dem Herbst.

Marathon verkauft, JPMorgan kauft

Marathon Digital verkaufte zum Jahresauftakt 20.880 Bitcoin zu durchschnittlich rund 70.137 Dollar. Der Erlös lag bei etwa 1,5 Milliarden Dollar.

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Nach den Verkäufen lag der Bestand bei 35.303 Bitcoin, nach 38.689 zuvor. Marathon nutzte die Mittel für den Schuldenabbau. Die Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen fielen von 3,3 auf 2,3 Milliarden Dollar.

Das ist mehr als ein normaler Liquiditätsschritt. Der Miner richtet sein Geschäftsmodell breiter aus. Mit der angekündigten Akquisition des 505-MW-Gaskraftwerks Long Ridge in Ohio will Marathon ab 2027 Infrastruktur für KI und Hochleistungsrechnen aufbauen. Das Ziel: Strom, Rechenleistung und Bitcoin-Mining enger verzahnen.

Auf der anderen Seite steht JPMorgan Chase. US-Pflichtmeldungen zeigen ein deutlich höheres Engagement in Bitcoin-Spot-ETFs. Im iShares Bitcoin Trust stieg die Position um 174 Prozent auf rund 8,3 Millionen Anteile. Der Wert lag bei etwa 162 Millionen Dollar.

Bei Bitwise legte die Position um rund 900 Prozent zu. Beim Fidelity-Fonds betrug der Zuwachs etwa 450 Prozent.

Das gesamte Krypto-ETF-Exposure der Bank wuchs von rund 500 Millionen auf etwa 1,37 Milliarden Dollar. Diese Käufe fielen in eine Phase spürbarer Kursschwäche.

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Mehr Produkte, weniger Coins an Börsen

Der Markt bekommt weitere regulierte Instrumente. Der Bitwise Hyperliquid ETF startete am Freitag den Handel an der NYSE. Er bietet direkten Zugang zu Hyperliquid und integriert Staking-Erträge.

Die CME Group plant Nasdaq CME Crypto Index Futures für den 8. Juni. Die Kontrakte umfassen Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP. Bereits am 1. Juni sollen Bitcoin-Volatilitäts-Futures folgen. Sie beziehen sich auf die erwartete 30-Tage-Volatilität von Bitcoin.

An den Kryptobörsen liegen weniger Bitcoin als früher. Die Bestände sanken seit 2022 von 3,3 Millionen auf 3,0 Millionen Bitcoin. US-Spot-ETFs halten inzwischen etwa 1,3 Millionen Bitcoin. Das entspricht rund 6,5 Prozent des umlaufenden Angebots.

Bei Futures erreichte das Open Interest am 14. Mai 61,9 Milliarden Dollar. Die CME hielt daran rund 15,69 Prozent.

Kurzfristig zählt damit die Zone um 81.000 Dollar. Bitcoin handelt über den kurz- und mittelfristigen Durchschnittslinien, aber noch unter dem 200-Tage-Wert. Ein stabiler Sprung über diese Zone würde die Erholung festigen. Ein Rückfall darunter rückt ETF-Zuflüsse und Miner-Verkäufe wieder nach vorn.

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Dr. Robert Sasse: Ökonom, Unternehmer, Finanzexperte

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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