Bitcoin erholt sich, aber unter der Oberfläche verschiebt sich die Macht im Markt. Miner verkaufen Reserven, während große Finanzhäuser ihr ETF-Exposure ausbauen. Der Kontrast ist scharf. Er zeigt, wie stark Bitcoin inzwischen zwischen operativem Kostendruck und institutioneller Nachfrage hängt.
Der Kurs sendet kein klares Signal
Am Freitag notiert Bitcoin bei 80.558 Dollar und legt am Tag 1,61 Prozent zu. Auf Monatssicht beträgt das Plus 8,60 Prozent, seit Jahresanfang bleibt ein Minus.
Der Kurs liegt knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 82.099 Dollar. Der RSI von 48,5 signalisiert eine neutrale Lage, nicht Euphorie.
Die Nähe zur 81.000-Dollar-Marke erklärt dennoch die Aufmerksamkeit. Nach den jüngsten US-Inflationsdaten zogen Risikoanlagen an, der S&P 500 erreichte neue Hochs. Bitcoin profitiert von dieser Stimmung, bleibt aber klar unter seinem Rekordniveau aus dem Herbst.
Marathon verkauft, JPMorgan kauft
Marathon Digital verkaufte zum Jahresauftakt 20.880 Bitcoin zu durchschnittlich rund 70.137 Dollar. Der Erlös lag bei etwa 1,5 Milliarden Dollar.
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Nach den Verkäufen lag der Bestand bei 35.303 Bitcoin, nach 38.689 zuvor. Marathon nutzte die Mittel für den Schuldenabbau. Die Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen fielen von 3,3 auf 2,3 Milliarden Dollar.
Das ist mehr als ein normaler Liquiditätsschritt. Der Miner richtet sein Geschäftsmodell breiter aus. Mit der angekündigten Akquisition des 505-MW-Gaskraftwerks Long Ridge in Ohio will Marathon ab 2027 Infrastruktur für KI und Hochleistungsrechnen aufbauen. Das Ziel: Strom, Rechenleistung und Bitcoin-Mining enger verzahnen.
Auf der anderen Seite steht JPMorgan Chase. US-Pflichtmeldungen zeigen ein deutlich höheres Engagement in Bitcoin-Spot-ETFs. Im iShares Bitcoin Trust stieg die Position um 174 Prozent auf rund 8,3 Millionen Anteile. Der Wert lag bei etwa 162 Millionen Dollar.
Bei Bitwise legte die Position um rund 900 Prozent zu. Beim Fidelity-Fonds betrug der Zuwachs etwa 450 Prozent.
Das gesamte Krypto-ETF-Exposure der Bank wuchs von rund 500 Millionen auf etwa 1,37 Milliarden Dollar. Diese Käufe fielen in eine Phase spürbarer Kursschwäche.
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Mehr Produkte, weniger Coins an Börsen
Der Markt bekommt weitere regulierte Instrumente. Der Bitwise Hyperliquid ETF startete am Freitag den Handel an der NYSE. Er bietet direkten Zugang zu Hyperliquid und integriert Staking-Erträge.
Die CME Group plant Nasdaq CME Crypto Index Futures für den 8. Juni. Die Kontrakte umfassen Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP. Bereits am 1. Juni sollen Bitcoin-Volatilitäts-Futures folgen. Sie beziehen sich auf die erwartete 30-Tage-Volatilität von Bitcoin.
An den Kryptobörsen liegen weniger Bitcoin als früher. Die Bestände sanken seit 2022 von 3,3 Millionen auf 3,0 Millionen Bitcoin. US-Spot-ETFs halten inzwischen etwa 1,3 Millionen Bitcoin. Das entspricht rund 6,5 Prozent des umlaufenden Angebots.
Bei Futures erreichte das Open Interest am 14. Mai 61,9 Milliarden Dollar. Die CME hielt daran rund 15,69 Prozent.
Kurzfristig zählt damit die Zone um 81.000 Dollar. Bitcoin handelt über den kurz- und mittelfristigen Durchschnittslinien, aber noch unter dem 200-Tage-Wert. Ein stabiler Sprung über diese Zone würde die Erholung festigen. Ein Rückfall darunter rückt ETF-Zuflüsse und Miner-Verkäufe wieder nach vorn.
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