Bitcoin: Saylor signalisiert Kauf bei 63.800 Dollar

Michael Saylor signalisiert erneute Bitcoin-Käufe, während Strategy auf hohe unrealisierte Verluste blickt. Der Markt leidet unter Abflüssen und dem SpaceX-IPO.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Saylor deutet neuen Bitcoin-Kauf an
  • Strategy hält 843.706 BTC mit Verlust
  • Bitcoin-ETFs verzeichnen erneute Abflüsse
  • SpaceX-IPO zieht Kapital aus Krypto ab

Bitcoin notiert aktuell bei rund 63.800 Dollar — und steht damit fast 50 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Oktober 2025. Der RSI liegt bei 18, ein technisch stark überverkauftes Niveau. Ausgerechnet jetzt sendet Michael Saylor ein vertrautes Signal.

Saylor kauft wieder — trotz Milliardenverlust

Am Sonntag postete der Strategy-Gründer auf Social Media: „Time to add dots.“ Wer Saylors Kommunikationsmuster kennt, weiß: Solche Posts gingen in der Vergangenheit regelmäßig offiziellen Kaufankündigungen voraus.

Das Timing ist bemerkenswert. Strategy hält derzeit 843.706 BTC — rund vier Prozent des gesamten umlaufenden Angebots. Der durchschnittliche Einkaufspreis liegt bei 75.702 Dollar je Coin. Beim aktuellen Kurs ergibt sich ein unrealisierter Verlust von bis zu 12,8 Milliarden Dollar. CEO Phong Le kommentierte das am 5. Juni nüchtern: „Bitcoin zu kaufen ist einfacher als zu verkaufen.“ Das Ziel bleibt eine Million BTC.

ETF-Markt: Stabilisierung mit Rückfall

Die US-Spot-Bitcoin-ETFs hatten zuletzt eine 13-tägige Abfluss-Serie hinter sich. Insgesamt flossen dabei 4,4 Milliarden Dollar ab. Am 4. Juni endete die Serie — mit einem mageren Nettozufluss von gut drei Millionen Dollar. BlackRocks IBIT zog dabei 47,66 Millionen Dollar an.

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Die Erholung hielt nicht lange. Bereits am Folgetag flossen 325,7 Millionen Dollar wieder ab. Das Gesamtvermögen aller Bitcoin-ETFs liegt dennoch bei rund 105 Milliarden Dollar — ein Niveau, das zeigt, wie tief institutionelles Kapital bereits im Markt verankert ist.

Makroökonomisch kam Druck von den US-Arbeitsmarktdaten. 172.000 neue Stellen im Mai schürten Zinsängste. Bitcoin rutschte unter 62.000 Dollar, der Nasdaq verlor an einem Tag über vier Prozent.

SpaceX-IPO zieht Kapital ab

Ein weiterer Faktor belastet Bitcoin: das SpaceX-IPO. Für das 75-Milliarden-Dollar-Angebot lagen zuletzt Bestellungen über 150 Milliarden Dollar vor. Analysten sehen darin einen Grund für Bitcoins wöchentlichen Rückgang von 17,3 Prozent — Kapital rotiert in das Raumfahrtunternehmen und in KI-Aktien.

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Pikant: SpaceX selbst hält 18.712 BTC. Krypto-Börse Bybit startete am Sonntag einen tokenisierten Zugang zu SpaceX-Aktien.

Alte Wallets und wachsende Verluste

Am 2. Juni bewegte sich erstmals seit 14 Jahren eine sogenannte Satoshi-Ära-Wallet. Die Adresse übertrug 15 BTC — und steht im Zusammenhang mit einer Klage über 285 Milliarden Dollar vor dem New Yorker Supreme Court. Kläger beanspruchen dort Rechte an rund 3,8 Millionen ruhenden Bitcoin.

Langfristhalter geraten indes unter Druck. Aktuell halten sie 5,3 Millionen BTC mit unrealisierten Verlusten — mehr als nach dem FTX-Kollaps. Anfang Juni lagen die realisierten Verluste bei 1,3 Milliarden Dollar täglich. 59 Prozent davon entfielen auf langfristige Investoren.

Ob Saylors Kaufsignal diesmal ausreicht, um die Stimmung zu drehen, wird sich spätestens dann zeigen, wenn Strategy die nächste offizielle Kaufmeldung veröffentlicht.

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Über Dieter Jaworski 4749 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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