Bitcoin: Senatsvotum zum CLARITY Act am 14. Mai

Der US-Senat stimmt über das Krypto-Regelwerk CLARITY Act ab. Analysten sehen bei Verabschiedung Kurspotenzial bis 143.000 Dollar.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Historische Abstimmung im US-Senatsausschuss
  • Citi-Ziel von 143.000 Dollar an Gesetzespassage geknüpft
  • Morgan Stanley ETF mit konstanten Zuflüssen
  • Bitcoin kämpft um 200-Tage-Durchschnitt

Zwei Entwicklungen treffen diese Woche zusammen und könnten Bitcoins Kurs in unterschiedliche Richtungen ziehen: ein historisches Gesetzgebungsverfahren in Washington und eine ungebrochene Zuflusssträhne institutioneller Gelder. Das Ergebnis des Senatsausschusses am Donnerstag dürfte den Ton setzen.

CLARITY Act: Erstes Komitee-Votum der Geschichte

Am 14. Mai stimmt der US-Senatsausschuss für Bankwesen über den Digital Asset Market CLARITY Act ab — ein 309 Seiten starkes Regelwerk, das erstmals in der Geschichte der USA die Marktstruktur für Kryptoassets gesetzlich verankern würde. Bitcoin würde damit seinen Status als digitale Rohstoffware nicht mehr nur per Verwaltungsanweisung halten, sondern per Bundesgesetz — für künftige Administrationen nicht mehr per Memo rückgängig zu machen.

Die politische Arithmetik ist knapp. Der Ausschuss zählt 13 Republikaner und 11 Demokraten. Alle republikanischen Stimmen werden gebraucht — Senator John Kennedy aus Louisiana hat sich noch nicht festgelegt. Scheitert das Votum vor der Memorial-Day-Pause am 21. Mai, warnen Senatorin Cynthia Lummis und Senator Bernie Moreno, könnte das nächste realistische Zeitfenster erst 2030 öffnen. Das Weiße Haus peilt eine Unterzeichnung bis zum 4. Juli an.

Senatorin Elizabeth Warren kritisiert den Entwurf scharf: Er enthalte keine Beschränkungen für Bundesbeamte beim Handel mit digitalen Assets — ein Punkt, der parteiübergreifende Unterstützung erschwert. Das Prognosemarkt-Portal Polymarket schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Unterzeichnung bis Ende 2026 auf rund 67 bis 71 Prozent.

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Was Passage oder Scheitern für den Kurs bedeutet

Citi-Analysten haben ihr Bitcoin-Kursziel von 143.000 Dollar für 2026 direkt an eine Verabschiedung des CLARITY Act geknüpft. Sie erwarten nach Gesetzespassage zusätzliche Netto-ETF-Zuflüsse von 15 Milliarden Dollar. Bleibt das Votum stecken, dürfte Bitcoin in der Konsolidierungszone zwischen 74.000 und 80.000 Dollar verharren — genau dort, wo er sich derzeit bewegt.

Bitcoin notiert aktuell bei rund 81.000 Dollar und kämpft damit um den 200-Tage-Durchschnitt bei knapp 82.400 Dollar. Steigende Miner-Verkäufe und überhitzte Hebelpostionen erhöhen das kurzfristige Volatilitätsrisiko.

Morgan Stanley baut institutionelle Infrastruktur aus

Unabhängig vom Gesetzgebungsstreit zeigt die institutionelle Nachfrage Stärke. Der Morgan Stanley Bitcoin Trust verzeichnete in seinem ersten Handelsmonat seit dem Start am 8. April keinerlei Netto-Abflüsse — 17 Tage mit positiven Zuflüssen, fünf Tage mit Nullbewegung. Bis zum 7. Mai akkumulierte der Fonds knapp 194 Millionen Dollar an Netto-Zuflüssen.

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Bemerkenswert: Die Null-Abfluss-Serie hielt auch an Tagen, an denen der breitere Spot-Bitcoin-ETF-Markt zweistellige Millionenabflüsse verzeichnete. Mit einer Jahresgebühr von 0,14 Prozent ist der Morgan Stanley Bitcoin Trust der günstigste US-Spot-Bitcoin-ETF überhaupt — günstiger als Grayscale, Bitwise, ARK und BlackRocks IBIT.

Die 13 US-Spot-Bitcoin-Fonds zusammen zogen über sechs aufeinanderfolgende Wochen mehr als 3 Milliarden Dollar an. Das Gesamtvermögen der Kategorie liegt bei 106,6 Milliarden Dollar, was 6,67 Prozent von Bitcoins Marktkapitalisierung entspricht.

Morgan Stanley rollt indes über seine Retailplattform E*TRADE den direkten Kryptohandel für rund 8,6 Millionen Kundenkonten aus — Bitcoin, Ethereum und Solana zu Transaktionsgebühren von etwa 0,50 Prozent. Hinzu kommt die Möglichkeit, Spot-Bitcoin-ETPs direkt neben Aktien und Rentenpapieren im gleichen Depot zu halten.

Die Tschechische Nationalbank testet parallel eine Bitcoin-Allokation von einem Prozent ihrer rund 180 Milliarden Dollar schweren Reserven — ein zweijähriger Pilotversuch, der zeigen soll, ob die Beimischung die Rendite verbessert, ohne das Gesamtrisiko wesentlich zu erhöhen. Das Votum am Donnerstag entscheidet, ob dieser strukturelle Rückenwind einen gesetzlichen Anker bekommt.

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