Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat am Donnerstag Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt – und die fielen deutlich besser aus als erwartet. Der bereinigte Gewinn stieg auf 2,18 Milliarden Dollar oder 13,16 Dollar je Aktie, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 1,87 Milliarden Dollar zu Buche standen.
Besonders bemerkenswert: Das Ergebnis je Aktie übertraf die Analystenschätzungen um satte 0,72 Dollar. Die Experten hatten lediglich mit 12,44 Dollar gerechnet. Auch beim Umsatz lieferte BlackRock ab: 7 Milliarden Dollar standen am Ende zu Buche – deutlich mehr als die prognostizierten 6,75 Milliarden.
Was steckt hinter dem Gewinnsprung?
Die Treiber des Erfolgs sind klar erkennbar: Massive Zuflüsse in börsengehandelte Fonds (ETFs) und eine steigende Nachfrage nach kostengünstigen Indexprodukten. Offenbar setzen Anleger verstärkt auf passive Anlagestrategien – ein Trend, von dem BlackRock als Marktführer direkt profitiert.
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Der Aktienkurs reagierte allerdings verhalten auf die positiven Nachrichten. Bei 1.091,85 Dollar schloss das Papier zuletzt und liegt damit auf Jahressicht zwar 9,65 Prozent im Plus. In den vergangenen drei Monaten gab der Titel jedoch knapp 6 Prozent ab.
Wie bewerten Experten die Situation?
Analysten zeigen sich gespalten: In den letzten 90 Tagen gab es zwar 2 positive Gewinnrevisionen, denen standen aber 8 negative gegenüber. Das deutet darauf hin, dass die Erwartungen zuletzt eher gedämpft wurden – was die deutliche Überraschung nach oben erklärt.
Die Quartalszahlen kamen zeitgleich mit weiteren US-Finanzschwergewichten wie Goldman Sachs und Morgan Stanley. Investoren behielten an diesem Tag auch die geopolitischen Spannungen im Blick: Trumps Iran-Äußerungen und die Grönland-Debatte sorgten für Unsicherheit an den Märkten, ließen aber zumindest die Ölpreise deutlich fallen.
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