Bloom Energy hat im ersten Quartal 2026 das profitabelste Quartal seiner Unternehmensgeschichte vorgelegt — und gleichzeitig einen der größten Datencenter-Aufträge der US-Geschichte verkündet. Beides zusammen hat den Kurs nachbörslich zeitweise auf fast 248 Dollar getrieben.
Zahlen, die kaum jemand erwartet hatte
Der Gewinn je Aktie lag bei 0,44 Dollar. Analysten hatten 0,13 Dollar prognostiziert. Das ist kein kleines Übertreffen — das ist das Dreifache der Erwartung.
Der Umsatz kletterte auf 751 Millionen Dollar, ein Plus von 130 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Treiber war vor allem das Produktgeschäft, das um mehr als 200 Prozent auf 653 Millionen Dollar zulegte. Aus einem GAAP-Verlust wurde ein Nettogewinn von 70,7 Millionen Dollar. Das operative Ergebnis sprang von 13,2 Millionen auf 129,7 Millionen Dollar — eine Verzehnfachung.
Besonders bemerkenswert: Erstmals in einem ersten Quartal erzielte Bloom einen positiven operativen Cashflow von 73,6 Millionen Dollar. Kundenzahlungen zur Kapazitätsreservierung spielten dabei eine wesentliche Rolle.
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Prognose deutlich angehoben
Das Management nutzte die starken Zahlen für eine substanzielle Anhebung des Ausblicks. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 stieg von bisher 3,1 bis 3,3 Milliarden Dollar auf nun 3,4 bis 3,8 Milliarden Dollar — deutlich über dem bisherigen Analystenkonsens von 3,25 Milliarden Dollar.
Die Non-GAAP-Bruttomarge soll rund 34 Prozent erreichen, das operative Ergebnis auf 600 bis 750 Millionen Dollar steigen. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie wird mit 1,85 bis 2,25 Dollar angepeilt.
Project Jupiter: 2,45 Gigawatt für Oracles KI-Campus
Parallel zu den Quartalszahlen gab Bloom Energy einen strategischen Großauftrag bekannt. Oracle und BorderPlex Digital Assets wollen ihren KI-Datencenter-Campus im US-Bundesstaat New Mexico — bekannt als Project Jupiter — vollständig mit Bloom-Brennstoffzellen betreiben. Die installierte Kapazität soll bis zu 2,45 Gigawatt betragen.
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Das Projekt ersetzt ursprünglich geplante Gasturbinen und Dieselgeneratoren durch ein einziges Mikronetz auf Brennstoffzellenbasis. Gegenüber den Turbinen sollen die NOₓ-Emissionen um rund 92 Prozent sinken, der Wasserverbrauch nahezu auf null fallen. Das macht Project Jupiter zu einem der größten Datencenter-Mikronetze in den USA.
Mehr als die Hälfte des aktuellen Datencenter-Auftragsbestands entfällt dabei auf Kunden außerhalb von Oracle — darunter andere Hyperscaler, Neo-Cloud-Anbieter und Colocation-Betreiber. Die Fertigungskapazität liegt bereits bei bis zu fünf Gigawatt jährlich.
Kursreaktion: Volatilität in beide Richtungen
Die Marktreaktion fiel zunächst widersprüchlich aus. Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie kurz um knapp vier Prozent, bevor sie auf zeitweise 247,80 Dollar drehte — ein Plus von fast zehn Prozent. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich der Kurs vom 52-Wochen-Tief bei 16,05 Dollar mehr als verzehnfacht.
Kritisch bleibt die Analystengemeinde dennoch: Hohe Verschuldung und eine auf GAAP-Basis noch unbeständige Profitabilität dämpfen die Euphorie. Mit einem Beta von 3,18 bleibt Bloom Energy eine Aktie für Anleger mit hoher Risikotoleranz — das zeigt schon die nachbörsliche Achterbahn nach einem historisch guten Quartal.
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