Die BMW-Aktie gerät unter Druck. Am Freitag sackte der Titel im XETRA-Handel zeitweise um 3,36 Prozent auf 9,93 Euro ab. Der Grund: Die britische Investmentbank Barclays stufte die Aktie von „Equal Weight“ auf „Underweight“ herunter – ein klares Verkaufssignal. Das Kursziel bleibt zwar bei 82,50 Euro, doch die Botschaft ist eindeutig: Analyst Henning Cosman sieht für den Münchner Autobauer schwere Zeiten voraus.
Im Zentrum der Kritik stehen die hohe Bewertung und die Erwartungen des Analysten, die deutlich unter dem Konsens liegen. Besonders bitter: Selbst im Vergleich zu Mercedes-Benz schneidet BMW schlechter ab. Cosman bevorzugt den Stuttgarter Rivalen klar.
Absatzzahlen enttäuschen auf ganzer Linie
Die frisch veröffentlichten Verkaufszahlen liefern wenig Grund für Optimismus. Im vierten Quartal 2025 brach der Absatz um 4,1 Prozent auf 667.981 Fahrzeuge ein. Die Kernmarke BMW verzeichnete sogar ein Minus von 5,2 Prozent auf 584.379 Wagen. Im Gesamtjahr 2025 kam der Konzern auf 2,46 Millionen verkaufte Fahrzeuge – ein mageres Plus von 0,5 Prozent.
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Besonders schmerzhaft entwickelt sich das China-Geschäft. Im Schlussquartal stürzten die Verkäufe im weltgrößten Automarkt um 15,9 Prozent ab. Über das Gesamtjahr hinweg belief sich der Rückgang auf 12,5 Prozent – nach bereits 13,4 Prozent Minus im Vorjahr. Die Talfahrt im Reich der Mitte setzt sich also unvermindert fort.
E-Mobilität: Kein Lichtblick in Sicht
Kann wenigstens die Elektro-Offensive Hoffnung geben? Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Im vierten Quartal gaben die BEV-Verkäufe um 10,5 Prozent auf 118.635 Einheiten nach. Zwar stieg der E-Auto-Absatz im Gesamtjahr 2025 noch um 3,6 Prozent auf 442.072 Fahrzeuge, doch die Dynamik ist abgeflaut. Zum Vergleich: 2024 lag das Wachstum noch bei 13,5 Prozent.
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In Europa zeigt sich mit einem Plus von 28,2 Prozent bei den Elektrofahrzeugen zwar ein positiver Trend, doch andere Regionen ziehen die Bilanz nach unten. Der Anteil der vollelektrischen Modelle am Gesamtabsatz erreichte 2025 lediglich 18 Prozent – zu wenig, um die Schwäche in anderen Bereichen auszugleichen.
Strukturelle Probleme belasten den Sektor
Barclays-Analyst Cosman bleibt für die gesamte Autobranche negativ gestimmt. Zölle, verschärfte Emissionsvorschriften, EU-Regulierungen und die China-Krise werden auch 2026 die Debatte dominieren. An strukturellem Gegenwind mangelt es nicht. Einzig der Mini bot einen Lichtblick: Die Marke legte im vierten Quartal um 4,9 Prozent zu und verzeichnete im Gesamtjahr ein Absatzplus von 17,7 Prozent.
Die Börse reagiert ernüchtert. Bei einem aktuellen Kurs von nur noch 9,93 Euro ist die BMW-Aktie weit entfernt vom Kursziel der Analysten. Die Bären haben derzeit das Zepter in der Hand.
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