BMW Aktie: Gewinnrückgang, höhere Dividende

BMW meldet rückläufige Umsätze und Gewinne für 2025, erhöht die Dividende jedoch. Die Elektromobilität und US-Produktion bieten relative Stabilität im schwierigen Marktumfeld.

BMW Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und Nettogewinn im vergangenen Jahr gesunken
  • Dividende wird trotzdem um zehn Cent erhöht
  • Elektroauto-Absatz erreicht 18 Prozent des Gesamtgeschäfts
  • Produktion in den USA mildert Zollbelastungen ab

Rückläufige Ergebnisse auf breiter Front — und trotzdem eine Dividendenerhöhung. BMW hat gestern seine Jahresbilanz für 2025 präsentiert und dabei ein zwiespältiges Bild geliefert, das die aktuelle Lage des Konzerns treffend zusammenfasst.

Was die Zahlen zeigen

Der Umsatz sank um 6,3 Prozent auf rund 133,5 Milliarden Euro, der Nettogewinn ging um drei Prozent auf 7,45 Milliarden Euro zurück. Besonders der vierte Quartal belastete: Die operative Marge im Automobilsegment fiel auf 3,7 Prozent — Analysten hatten 4,0 Prozent erwartet. China bleibt die größte Schwachstelle, mit einem Absatzrückgang von 12,5 Prozent im Vorjahr. Finanzchef Walter Mertl rechnet für 2026 bestenfalls mit einer Stabilisierung auf diesem gesenkten Niveau.

Dass BMW dennoch die Dividende um zehn Cent auf 4,40 Euro je Stammaktie anhebt, ist ein klares Signal an die Aktionäre — auch wenn Goldman-Sachs-Analyst Christian Frenes die Autosparte als enttäuschend einstufte. Der Free Cashflow im Automobilbereich sank 2025 von 4,9 auf 3,2 Milliarden Euro; für 2026 peilt der Konzern eine Erholung auf über 4,5 Milliarden Euro an.

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Relativer Vorteil gegenüber der Konkurrenz

Im Vergleich zur deutschen Konkurrenz steht BMW noch vergleichsweise gut da. Während Mercedes und Volkswagen ihre Gewinne 2025 jeweils nahezu halbierten, verzeichnet BMW den dritten Gewinnrückgang in Folge — aber keinen Einbruch. Stellenstreichungsprogramme blieben bisher aus. Zudem produziert BMW knapp 413.000 Fahrzeuge im eigenen US-Werk, was die Zollbelastung durch transatlantische Handelshemmnisse spürbar abfedert. Mertl erwartet hier ab der zweiten Jahreshälfte 2026 gewisse Erleichterungen.

Für das laufende Jahr prognostiziert BMW eine EBIT-Marge zwischen 4 und 6 Prozent im Automobilsegment — belastet durch Zölle im Umfang von rund 1,25 Prozentpunkten, bereits nach Gegenmaßnahmen.

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Neue Klasse als Wachstumshebel

Der strategisch wichtigste Hebel ist die „Neue Klasse“: Die Vorserienproduktion des elektrischen BMW i3 startete im Februar im Münchner Werk, die Vollserienproduktion ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Beim neuen iX3 führte die hohe Nachfrage bereits zu einer zusätzlichen Produktionsschicht. Insgesamt verkaufte die BMW Group 2025 rund 442.000 vollelektrische Fahrzeuge — gut 18 Prozent des Gesamtabsatzes.

Am 14. Mai übernimmt Milan Nedeljkovic, bisher Produktionsvorstand und maßgeblich an der Neuen Klasse beteiligt, den CEO-Posten von Oliver Zipse. Mit dem Hochlauf der neuen Elektromodelle und einem laufenden Aktienrückkaufprogramm — zuletzt wurden zwischen Anfang und Mitte März über 513.000 Stammaktien zurückgekauft — liegen die wesentlichen Impulse für die zweite Jahreshälfte auf dem Tisch. Die BMW-Aktie notiert aktuell rund 16 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und damit deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts — der Markt wartet offenbar noch auf konkretere Belege, dass der Turnaround gelingt.

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