Die US-Investmentbank Goldman Sachs hebt das Kursziel für BMW an. Parallel dazu präsentiert der Konzern sein neues Flaggschiff in Peking. Die Münchener stehen vor richtungsweisenden Wochen. Der Spagat zwischen schwächelndem China-Geschäft und starker Heimatbasis fordert das Management.

Luxus-Strategie auf dem Prüfstand

Analyst Christian Frenes belässt die Einstufung auf „Buy“. Er hebt das Kursziel leicht von 105 auf 107 Euro an. Für das Auftaktquartal erwartet der Experte ein bereinigtes Konzern-Ebit von 2,03 Milliarden Euro. Damit liegt er bewusst unter den Schätzungen des Marktes. Die langfristigen Aussichten bewertet er dennoch positiv.

BMW nutzt derweil die Messe Auto China für einen wichtigen Aufschlag. Die überarbeitete 7er-Reihe feiert in Peking Weltpremiere. Das Ziel: Marktführerschaft. Das Luxussegment liefert einen überproportionalen Gewinnbeitrag. Genau hier muss BMW seine Position gegen wachsende Konkurrenz verteidigen.

Heimatmarkt stützt die Bilanz

Die jüngsten Absatzzahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild. In China sanken die Verkäufe zum Jahresauftakt um rund zehn Prozent. Deutschland liefert hingegen starke Impulse. Auf dem Heimatmarkt verbuchte BMW ein Plus von fast elf Prozent.

An der Börse zeigt sich die Aktie robust. Der Kurs liegt aktuell bei knapp 84 Euro. Auf Sicht von einem Monat verzeichnen die Papiere einen Zuwachs von sieben Prozent. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm stützt die Notierung zusätzlich.

Hauptversammlung bringt Umbauten

Am 6. Mai veröffentlicht BMW die detaillierten Quartalszahlen. Wenige Tage später folgt die ordentliche Hauptversammlung. Dort schlägt die Verwaltung eine erhöhte Dividende von 4,40 Euro je Stammaktie vor.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt birgt historische Tragweite. Die Konzernführung will die Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien umwandeln. Dieses Vorhaben vereinfacht die Aktionärsstruktur des Autobauers nachhaltig.