Am 13. Mai 2026 hält BMW seine wohl bedeutendste Hauptversammlung seit Jahren ab. CEO-Wechsel, Dividende, und das Ende einer Aktienklasse, die seit Jahrzehnten zum Konzern gehört — gleich drei strukturelle Entscheidungen stehen auf der Tagesordnung.
Vorzugsaktien verschwinden
Das weitreichendste Vorhaben ist die vollständige Abschaffung der stimmrechtslosen Vorzugsaktien. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, alle 54,7 Millionen Vorzugsaktien im Verhältnis 1:1 und ohne Zuzahlung in Stammaktien umzuwandeln. Das Grundkapital bleibt dabei unverändert bei rund 616 Millionen Euro — künftig jedoch ausschließlich in Form von Stammaktien.
Der Gewinnvorzug gilt letztmalig für das Geschäftsjahr 2025. Ab 2026 wird der Bilanzgewinn gleichmäßig auf alle Aktien verteilt. Für Vorzugsaktionäre bedeutet das: Sie erhalten Stimmrechte, verlieren aber den kleinen Dividendenbonus. Für das laufende Jahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat noch 4,42 Euro je Vorzugsaktie und 4,40 Euro je Stammaktie vor.
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Nedeljković übernimmt das Steuer
Mit der Hauptversammlung endet auch die Ära Oliver Zipse. Sein Nachfolger wird Milan Nedeljković, bislang Produktionsvorstand und seit 1993 im Unternehmen. Der 56-Jährige hat Werke in Oxford, Leipzig und München geleitet und verantwortet aktuell den Produktionsanlauf der Neuen Klasse im ungarischen Debrecen. Sein Vertrag läuft bis 2031.
Schwieriges Umfeld, ein Hoffnungsträger
Der operative Kontext ist anspruchsvoll. Im ersten Quartal 2026 lieferte BMW weltweit rund 566.000 Fahrzeuge aus — leicht unter Vorjahresniveau. China, mit knapp 144.000 Einheiten nach wie vor größter Einzelmarkt, verlor zehn Prozent. Im US-Elektrosegment brach der Absatz um rund 50 Prozent ein; xEV-Fahrzeuge machen dort nur noch zwölf Prozent des Absatzmixes aus.
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Deutschland läuft gegen den Trend. Im ersten Quartal steigerte BMW den Heimatabsatz um knapp elf Prozent auf über 68.000 Einheiten. Und der neue BMW iX3 sammelte seit Bestellstart in Europa mehr als 50.000 Aufträge — ein Signal, das die schwachen Elektrozahlen in den USA zumindest perspektivisch relativiert.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit einer EBIT-Marge von vier bis sechs Prozent im Automobilsegment — weit unter der eigentlichen Zielspanne von acht bis zehn Prozent. Zölle belasten die Marge nach eigener Rechnung um rund 1,25 Prozentpunkte, bereits nach Gegenmaßnahmen.
Die BMW-Aktie notiert bei 83,62 Euro und liegt damit rund 14 Prozent unter ihrem Dezember-Hoch — aber klar über dem April-Tief von 70,34 Euro. Bis zum 13. Mai bleibt die Aktie für Dividendenjäger relevant: Wer an dem Tag im Besitz der Papiere ist, erhält die vorgeschlagene Ausschüttung.
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