BMW Aktie: Neue Klasse, neuer Chef

BMW präsentiert in Peking neue Elektroautos mit verbesserter Batterietechnik und kündigt einen Führungswechsel an, während die Margenprognose für 2026 verhalten bleibt.

BMW Aktie
Kurz & knapp:
  • Weltpremieren für iX3 und i7 in Peking
  • Über 50.000 Vorbestellungen für iX3 in Europa
  • Dividende von 4,40 Euro je Stammaktie geplant
  • Milan Nedeljkovic wird neuer BMW-CEO

Peking, Hauptversammlung, Führungswechsel — BMW hat in den kommenden Wochen mehr auf dem Programm als die meisten Wettbewerber. Das Interessante: Ausgerechnet jetzt, wo der Aktienkurs seit Jahresbeginn rund zwölf Prozent nachgegeben hat, präsentiert der Konzern seine technologisch ambitioniertesten Modelle seit Jahren.

Peking-Premiere: iX3 und i7 mit neuer Batterietechnik

Am 22. April öffnet die Auto China 2026 in Peking für die Presse — und BMW nutzt die Bühne für zwei globale Premieren. Der überarbeitete 7er sowie der iX3 Long Wheelbase feiern dort ihre Weltpremiere. Letzterer ist das erste Langversion-SUV auf Neue-Klasse-Basis, wird im Werk Shenyang für den chinesischen Markt gebaut und soll eine CLTC-Reichweite von über 900 Kilometern erreichen. Die Spitzenladeleistung von 400 kW lädt in rund zehn Minuten mehr als 400 Kilometer Reichweite nach.

Auch der i7 erhält in Peking ein technisches Upgrade: Eine gemeinsam mit Rimac entwickelte Batterie mit zylindrischen Gen6-Zellen verspricht rund 20 Prozent höhere Energiedichte gegenüber dem Vorgänger — mit entsprechend verbesserter Reichweite und Ladegeschwindigkeit.

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Der Kontext ist wichtig: BMW lieferte 2025 über 625.000 Fahrzeuge in China aus, plant für 2026 insgesamt 20 neue Modelle — und steht dabei unter erheblichem Druck durch chinesische Elektromarken, die frühere BMW-Segmente zunehmend besetzen.

Europa läuft, der Ausblick bleibt eng

Beim europäischen iX3 läuft das Geschäft bereits auf Hochtouren. Über 50.000 Vorbestellungen in sechs Monaten zwangen das Werk in Debrecen zum Zweischichtbetrieb. Das Modell macht mittlerweile ein Drittel aller Elektro-Bestellungen der Marke in Europa aus — und wurde von der Jury der World Car Awards zum „World Car of the Year“ 2026 gekürt.

Das operative Umfeld bleibt trotzdem angespannt. Der Konzernumsatz sank 2025 um gut sechs Prozent auf 133,5 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet das Management im Autogeschäft lediglich eine EBIT-Marge von vier bis sechs Prozent — belastet unter anderem durch Zölle, die allein 1,25 Prozentpunkte auf die Marge drücken sollen.

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Hauptversammlung am 13. Mai: Dividende, Umbau, neuer CEO

Für Aktionäre steht der 13. Mai im Kalender: Die ordentliche Hauptversammlung soll eine Dividende von 4,40 Euro je Stammaktie beschließen, zahlbar am 19. Mai. Beim aktuellen Kurs von rund 84 Euro entspricht das einer Rendite von gut fünf Prozent.

Auf der gleichen Versammlung soll die Umwandlung von 54,7 Millionen Vorzugsaktien in Stammaktien im Verhältnis 1:1 beschlossen werden. Und einen Tag später, am 14. Mai, übernimmt Milan Nedeljkovic offiziell den CEO-Posten von Oliver Zipse.

Peking-Premiere, Hauptversammlung und Führungswechsel — das Frühjahr 2026 wird zum ersten echten Stresstest für BMW unter neuer Führung. Ob die Neue-Klasse-Modelle die Margenprognose mittelfristig nach oben drücken können, wird sich spätestens mit den Halbjahreszahlen zeigen.

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