Schwache US-Verkaufszahlen und ein milliardenschwerer Werkumbau auf Hochtouren — BMW navigiert gerade durch einen klassischen Transformationsmoment. Die kurzfristigen Zahlen drücken auf die Stimmung, während die strategische Weiche längst gestellt ist.
US-Absatz: SUVs stark, Elektro bricht ein
Im ersten Quartal 2026 lieferte BMW of North America 84.231 Fahrzeuge aus — ein Minus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Bild ist dabei zwiegeteilt. Die SUV-Palette legte mit 48.173 Einheiten um starke 9,5 Prozent zu. Auf der anderen Seite brachen elektrifizierte Fahrzeuge um 50 Prozent ein: Nur noch 9.856 Batterie- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge fanden im Quartal einen Käufer, nach fast 20.000 im Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil am US-Absatzmix fiel damit auf knapp 12 Prozent.
Der Rückgang erklärt sich vor allem durch den Wegfall von Bundesförderungen und eine abwartende Haltung der Käufer — viele warten offenbar auf die nächste Fahrzeuggeneration. Auch MINI litt, mit einem Absatzminus von 10,2 Prozent auf 6.261 Fahrzeuge.
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Stammwerk München: Elektro-Umbau bei laufendem Betrieb
Während die US-Zahlen belasten, schreitet der strategische Kern voran. BMW hat bereits ein Drittel des Münchner Stammwerks umgebaut — darunter einen neuen Karosseriebau mit 800 Robotern bei 98 Prozent Automatisierung. Das alles geschah bei laufender Serienproduktion von bis zu 1.000 Fahrzeugen täglich. Investiert werden rund 650 Millionen Euro.
Vorserienfahrzeuge des neuen BMW i3 rollen bereits vom Band. Ab August 2026 soll die Serienproduktion starten, bis 2027 soll das Werk vollständig auf Elektro umgestellt sein. BMW gibt an, die Produktionskosten pro Fahrzeug lägen mit dem i3-Launch unter das Niveau aktueller Verbrennermodelle — ein Rückgang von weiteren 10 Prozent.
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Global zeigt sich ein anderes Bild als in den USA: Elektrofahrzeuge erreichten 2025 bereits einen Anteil von 17,9 Prozent an den Konzernauslieferungen. Mit anlaufenden iX3-Lieferungen und dem bald folgenden i3 könnte in diesem Jahr jedes fünfte verkaufte Fahrzeug ohne Verbrennungsmotor auskommen.
Am 13. Mai 2026 trifft sich BMW zur Hauptversammlung. Auf der Agenda steht die Entscheidung über die erwartete Dividende von 4,40 Euro je Aktie — ein Termin, der auch erste Einblicke in die Absatzentwicklung des zweiten Quartals liefern dürfte.
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