Boeing Aktie: Lieferpause im März

Boeing verzeichnet im März weniger Auslieferungen durch Verkabelungsprobleme an der 737 MAX, übertrifft Airbus im Quartalsvergleich jedoch deutlich.

Boeing Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkabelungsfehler verzögert Auslieferung von 737 MAX
  • Solides Quartalsergebnis trotz März-Delle
  • Robustes Auftragsbuch mit über 6.000 Jets
  • Jahresziele bleiben trotz Rückschlag bestehen

Der März verlief für Boeing durchwachsener als erhofft. Verkabelungsprobleme an rund 25 Maschinen des Typs 737 MAX zwangen den Konzern zu aufwendigen Nachbesserungen — mit direkten Folgen für die Auslieferungsbilanz.

Weniger Jets, aber solide Quartalsbilanz

Mit 46 ausgelieferten Flugzeugen im März blieb Boeing unter dem Februarwert von 51 Maschinen. CFO Jay Malave hatte die Auswirkungen bereits vorausgedeutet: Rund zehn 737-Auslieferungen verschoben sich dadurch ins zweite Quartal 2026, ohne jedoch das Jahresziel zu gefährden.

Im Vergleich dazu übergab Airbus im selben Monat 60 Maschinen an Kunden — ein Rückstand, der Boeing nun bereits seit 2018 begleitet. Da Flugzeughersteller den Großteil des Kaufpreises erst bei Übergabe erhalten, schauen Investoren besonders genau auf diese Zahl.

Das erste Quartal insgesamt fällt für Boeing dennoch besser aus als der März-Vergleich vermuten lässt. Mit 143 ausgelieferten Jets überflügelte der US-Konzern seinen europäischen Konkurrenten, der mit Triebwerksengpässen zu kämpfen hat und nur auf 114 Einheiten kam.

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Orderbuch bleibt robust

Auf der Auftragseite präsentiert sich ein gemischtes Bild. Im März buchte Boeing netto 31 neue Bestellungen — nach Abzug von zwei Stornierungen durch Air Europa und Enter Air. Im gesamten ersten Quartal summieren sich die bereinigten Neuaufträge auf 149 Flugzeuge.

Das Auftragspolster bleibt mit 6.127 Jets eindrucksvoll. Der Löwenanteil entfällt auf die 737-Familie mit 4.368 Maschinen, gefolgt von 1.059 Einheiten der 787-Reihe sowie 606 Jets der 777-Klasse. Diese Backlog-Größe sichert dem Unternehmen Planbarkeit für die kommenden Jahre — vorausgesetzt, die Produktionskapazitäten halten Schritt.

Der Verkabelungsfehler im 737 MAX ist eingedämmt, die Jahresziele offiziell bestätigt. Ob das Tempo in den nächsten Monaten anzieht, hängt nun davon ab, wie schnell Boeing die Reparaturen abschließt und die verschobenen Maschinen tatsächlich übergeben kann.

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