Bombardier ordnet seine Passivseite neu. Der kanadische Flugzeugbauer begibt eine neue Anleihe über 500 Millionen US-Dollar mit einer Laufzeit bis 2035. Das Ziel ist klar: Teure Kredite, die in den kommenden Jahren fällig werden, sollen durch langfristige Verbindlichkeiten ersetzt werden.
Strategischer Rückkauf der 2029er-Anleihen
Konkret plant das Unternehmen, die Erlöse zusammen mit eigenen Barmitteln zu nutzen, um ausstehende Anleihen im Wert von 750 Millionen US-Dollar zurückzukaufen. Diese Papiere verzinsen sich mit 7,50 Prozent und wären regulär 2029 fällig gewesen. Durch diesen Schritt reduziert Bombardier seine Bruttoverschuldung um rund eine Viertelmilliarde Dollar.
Die Rückzahlung der alten Papiere ist für Mai 2026 vorgesehen. Sie steht unter der Bedingung, dass die neue Finanzierung erfolgreich abgeschlossen wird. Für die Gläubiger der 2029er-Anleihen ist ein Rücknahmepreis von 103,75 Prozent des Nennwerts vorgesehen, zuzüglich aufgelaufener Zinsen.
Fokus auf Entschuldung
Indes greift Bombardier für die Differenz von 250 Millionen US-Dollar auf die eigene Liquidität zurück. Marktbeobachter werten dies als Versuch, die Zinslast proaktiv zu senken und das Fälligkeitsprofil der Schulden deutlich in die Zukunft zu verschieben.
Die Aktie reagierte mit einem leichten Minus von knapp einem Prozent auf 285,83 CAD. Während das Marktumfeld in Kanada derzeit von Berichten zur Finanzstabilität geprägt ist, konzentriert sich Bombardier auf die eigene Entschuldung. Die Umsetzung hängt nun von den Konditionen am Kapitalmarkt ab.
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