Der Online-Reise-Gigant Booking Holdings hat am Mittwochabend mit einem starken Zahlenwerk aufgewartet – und gleichzeitig eine überraschende Entscheidung verkündet: Ein massiver Aktiensplit im Verhältnis 25 zu 1 steht an. Damit macht das Unternehmen seine hochpreisigen Aktien endlich für Privatanleger zugänglicher.

Starkes Quartal übertrifft Erwartungen

Das vierte Quartal 2025 fiel deutlich besser aus als von Analysten prognostiziert. Der Gewinn je Aktie erreichte 48,80 Dollar und lag damit 0,61 Dollar über den Schätzungen. Der Gesamtgewinn kletterte auf 1,42 Milliarden Dollar – ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal mit 1,06 Milliarden Dollar.

Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 15,9 Prozent auf 6,34 Milliarden Dollar zu und übertraf die Erwartungen von 6,12 Milliarden Dollar. Die gebuchten Zimmer-Nächte stiegen um 9 Prozent, während die Bruttobuchungen auf 43 Milliarden Dollar zulegten – ein Wachstum von 16 Prozent beziehungsweise 11 Prozent auf konstanter Währungsbasis.

CEO reduziert Position deutlich

Während die operativen Zahlen glänzen, sorgt ein anderer Vorgang für Aufmerksamkeit: CEO Glenn D. Fogel verkaufte Anfang Februar Aktien im Wert von 2,25 Millionen Dollar. Die Transaktionen fanden am 10. und 17. Februar statt, zu Preisen zwischen 4.043,49 und 4.131,10 Dollar je Aktie. Nach diesen Verkäufen hält Fogel noch 19.135 Aktien direkt.

Der Zeitpunkt der Verkäufe fällt auf: Die Aktie handelt nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 4.020,54 Dollar und notiert im laufenden Jahr über 20 Prozent im Minus. Bei einer Marktkapitalisierung von 138 Milliarden Dollar und einer Bruttomarge von beachtlichen 87 Prozent stellt sich die Frage nach der Bewertung.

Ausblick bleibt konstruktiv

Für das laufende erste Quartal 2026 stellt Booking ein Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent in Aussicht. Das Unternehmen profitiert weiterhin von der Erholung im Reisesektor und seiner starken Marktposition. Der angekündigte Aktiensplit dürfte die Liquidität erhöhen und die Aktie für eine breitere Anlegerschicht attraktiver machen – ein Schritt, der angesichts der aktuellen Kursschwäche durchaus strategisch gewählt sein könnte.