Boston Beer steckt in der Klemme. Ein teurer Rechtsstreit verhagelt die Bilanz, während das Kerngeschäft mit sinkenden Absätzen kämpft. Anleger reagieren prompt: Die Aktie verliert heute über acht Prozent an Wert.
Ein Lieferantenstreit mit Ardagh Metal Packaging kostet den Konzern rund 216 Millionen Dollar. Diese Einmalbelastung drückt das Ergebnis massiv ins Minus. Unter dem Strich steht ein Verlust von 13,88 Dollar je Aktie. Ohne diesen Sondereffekt hätte das Unternehmen einen Gewinn von 1,64 Dollar je Aktie ausgewiesen.
Der Umsatz sank im ersten Quartal um 4,4 Prozent auf knapp 434 Millionen Dollar. Vor allem die Marken Truly und Samuel Adams schwächeln. Die Liefermengen gingen um fast sieben Prozent zurück.
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Boston Beer verbesserte parallel dazu die Bruttomarge auf 49,3 Prozent. Effizientere Produktion und günstigere Einkaufspreise stützten die Profitabilität. Das Management hält trotz des schwierigen Umfelds an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest.
Hoffnungsträger für den Sommer
Jetzt ruhen die Hoffnungen auf der neuen Marke Sun Cruiser. Der trinkfertige Cocktail gehört bereits zu den Top-Fünf-Produkten seiner Kategorie. Das Management will damit die Verluste im Segment der Hard Seltzer ausgleichen. Dafür erhöht der Konzern das Budget für Werbung und Marketing um bis zu 40 Millionen Dollar.
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Der Markt für alkoholische Mischgetränke wandelt sich rasant. Während klassische Seltzer-Getränke an Beliebtheit verlieren, wachsen Marken wie Angry Orchard oder Dogfish Head seit vier Quartalen. Boston Beer muss diesen Trend nutzen, um die Jahresziele zu erreichen. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr nur noch einen leichten Rückgang der Absatzmengen.
Mit einem aktuellen Kurs von 185 Euro notiert das Papier deutlich unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 33,6 deutet auf eine technisch überverkaufte Situation hin.
Im Mai plant die Geschäftsführung einen Austausch mit Analysten. Dort müssen die Verantwortlichen erklären, wie sie die verbleibenden 197 Millionen Dollar für Aktienrückkäufe einsetzen. Der Erfolg der Sommersaison wird über den weiteren Kursverlauf entscheiden.
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