Starke Quartalszahlen, aber ein gedämpfter Ausblick: Boston Scientific hat am Mittwoch Anleger mit einer deutlich gesenkten Jahresprognose überrascht. Trotz eines überzeugenden Auftaktquartals reichen die neuen Ziele nicht an die Erwartungen des Marktes heran.
Solides Q1, trüber Horizont
Der Medizintechnikkonzern steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal 2026 um 11,6 Prozent auf 5,20 Milliarden Dollar – ein klares Wachstumssignal. Organisch legte der Umsatz um 9,4 Prozent zu. Auch beim bereinigten Ergebnis je Aktie übertraf das Unternehmen mit 0,80 Dollar knapp den Analystenkonsens von 0,79 Dollar.
Das Cardiovascular-Segment erwies sich einmal mehr als Wachstumsmotor und erzielte Erlöse von 3,50 Milliarden Dollar – ein Plus von 13,5 Prozent auf berichteter Basis. Der MedSurg-Bereich steuerte weitere 1,70 Milliarden Dollar bei, mit einem Zuwachs von 7,8 Prozent.
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Der Ausblick zieht die Bremse
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Boston Scientific nun ein Umsatzwachstum von lediglich 7,0 bis 8,5 Prozent auf berichteter Basis – und ein bereinigtes EPS zwischen 3,34 und 3,41 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen noch ein Wachstum von 10,5 bis 11,5 Prozent sowie ein EPS von 3,43 bis 3,49 Dollar in Aussicht gestellt. Der neue Mittelwert von 3,38 Dollar je Aktie liegt spürbar unterhalb des Analystenkonsenses von 3,45 Dollar.
Auch für das zweite Quartal fällt die Erwartung verhalten aus: Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzwachstum von 5,5 bis 7,5 Prozent und einem bereinigten EPS zwischen 0,82 und 0,84 Dollar.
Der Kursrückgang von rund 2,2 Prozent im vorbörslichen Handel auf etwa 59,36 Dollar spiegelt die Enttäuschung der Anleger wider. Für ein Unternehmen, das in den vergangenen Quartalen kontinuierlich mit zweistelligen Wachstumsraten glänzte, markiert der neue Ausblick eine deutliche Abkühlung. Auf der Habenseite präsentierte Boston Scientific zuletzt positive klinische Studiendaten für das WATCHMAN FLX-Gerät sowie das EKOS Endovascular System – beide wurden beim Jahreskongress des American College of Cardiology vorgestellt und unterstreichen die Produktpipeline des Unternehmens.
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