Starke Quartalszahlen, aber ein düsterer Ausblick – bei Boston Scientific klaffen Realität und Erwartung weit auseinander. Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar um fast zwölf Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar. Dennoch korrigierte das Management die Ziele für das Gesamtjahr deutlich nach unten.
Schwache Prognose belastet den Kurs
Der bereinigte Gewinn je Aktie soll in diesem Jahr nun zwischen 3,34 und 3,41 US-Dollar liegen. Bisher lag das Ziel bei bis zu 3,49 US-Dollar. Parallel dazu senkte der Vorstand die Erwartung für das organische Umsatzwachstum.
Statt der ursprünglichen zweistelligen Raten rechnet das Unternehmen nur noch mit einem Plus zwischen 6,5 und 8 Prozent. Die Folge: Verunsicherung am Markt. Verantwortlich für den vorsichtigeren Kurs sind Probleme in wichtigen Sparten. Besonders die Segmente WATCHMAN und Elektrophysiologie (EP) stehen unter Druck. Makroökonomische Faktoren und mögliche Belastungen durch Zölle erschweren die Lage zusätzlich.
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Juristische Hürden und Analysten-Reaktionen
Zusätzlich belastet eine Sammelklage die Stimmung. Die Kläger werfen Boston Scientific vor, das Wachstumspotenzial in der US-Elektrophysiologie zwischen Juli 2025 und Februar 2026 zu optimistisch dargestellt zu haben. Banken wie Goldman Sachs und Barclays reagierten prompt und senkten ihre Kursziele. Trotz der Korrekturen halten viele Analysten an ihrer grundsätzlichen Kaufempfehlung fest.
An der Börse hinterlässt die Korrektur tiefe Spuren. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 30 Prozent an Wert. Mit einem Kurs von 56,21 Euro notiert das Papier derzeit nur wenige Euro über dem Jahrestief. Während der Konkurrent Intuitive Surgical seine Prognosen anhob, kämpft Boston Scientific mit operativen Hürden.
Die nächsten Wochen bringen Klarheit über die juristischen Folgen. Bis Anfang Mai können sich Hauptkläger für den Prozess melden. Parallel dazu muss das Management beweisen, dass die Strategie in den Sparten Herz-Kreislauf und MedSurg greift.
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