BP hat heute einen harten Schnitt bekanntgegeben: Der britische Ölriese suspendiert sein Aktienrückkaufprogramm und steckt künftig jeden Dollar in die Bilanz. Die Botschaft ist klar – Stabilität geht vor Aktionärsglück. Gleichzeitig präsentierte das Unternehmen Quartalszahlen, die auf den ersten Blick durchwachsen aussehen, aber auch Lichtblicke bieten.
Im vierten Quartal 2025 verbuchte BP einen Verlust von 2,76 Milliarden Dollar, deutlich mehr als die 1,95 Milliarden Dollar Minus im Vorjahresquartal. Der Grund: massive Abschreibungen in Höhe von 4,2 Milliarden Dollar, hauptsächlich auf die Solarsparte Lightsource BP und das US-Biogasgeschäft Archaea. Ohne diese Sondereffekte sah die Lage besser aus. Der bereinigte Gewinn lag bei 1,54 Milliarden Dollar – ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr und genau im Rahmen der Analystenschätzungen.
Die Gesamterlöse sanken leicht auf 47,74 Milliarden Dollar, während die operativen Verkaufserlöse von 45,75 auf 47,38 Milliarden Dollar kletterten. Das bereinigte EBITDA legte von 8,41 auf 8,96 Milliarden Dollar zu. Für das Gesamtjahr 2025 meldete BP einen bereinigten Gewinn von 7,5 Milliarden Dollar, runter von 8,9 Milliarden Dollar in 2024. Schwache Ölpreise und eine ungünstige Produktionsmischung bremsten das Ergebnis.
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Strategischer Umbau im Gange
Die Entscheidung, Aktienrückkäufe auszusetzen, markiert einen Wendepunkt. In den letzten drei Monaten hatte BP noch Papiere im Wert von 750 Millionen Dollar zurückgekauft. Jetzt fließt das Geld in die Bilanz und soll eine solide Basis schaffen, um gezielt in Öl- und Gasprojekte zu investieren. Interims-Chefin Carol Howle sprach von „entschlossenem Handeln“, um das Portfolio zu optimieren.
Parallel dazu läuft ein massives Verkaufsprogramm: BP hat bereits Desinvestitionen im Wert von über 11 Milliarden Dollar abgeschlossen oder angekündigt. Darunter fällt der Verkauf eines Minderheitsanteils an US-Onshore-Ölfeldern für 1,5 Milliarden Dollar. Der geplante Verkauf von 65 Prozent der Anteile an Castrol soll allein rund 6 Milliarden Dollar in die Kasse spülen, hauptsächlich in der zweiten Jahreshälfte 2026.
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Kostenschere und Dividende
Die Investitionsausgaben für 2026 sollen am unteren Ende der Guidance-Spanne landen. Gleichzeitig verschärft BP sein Sparprogramm: Bis Ende 2027 peilt der Konzern strukturelle Kostensenkungen von 5,5 bis 6,5 Milliarden Dollar an. Die Quartalsdividende bleibt trotz allem stabil bei 8,32 Cent je Aktie – ein Signal, dass man die Anleger nicht völlig im Regen stehen lässt.
Für das erste Quartal 2026 rechnet BP mit einer weitgehend stabilen Produktionsmenge im Vergleich zum Schlussquartal 2025. Im Kundengeschäft werden saisonbedingt niedrigere Volumina erwartet. Über das gesamte Jahr hinweg dürfte die Förderung leicht unter dem Niveau von 2025 liegen.
Die Aktie reagierte prompt: Im nachbörslichen Handel sackten die Papiere um rund 3,3 Prozent auf 37,91 Dollar ab. Anleger quittieren die Aussetzung der Rückkäufe mit Verkäufen. Operativ zeigt sich BP allerdings robust: Die Anlagenverfügbarkeit im Upstream-Bereich erreichte 2025 mit 96,1 Prozent einen Rekordwert, und sieben Großprojekte wurden fertiggestellt. Der Konzern versucht den Spagat zwischen kurzfristiger Stabilisierung und langfristiger Positionierung – ob das gelingt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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