Meg O’Neill ist seit Mittwoch offiziell BP-Chefin — als erste Frau an der Spitze eines der fünf größten Ölkonzerne der Welt und erster externer CEO-Kandidat des Unternehmens seit über einem Jahrhundert. Der Markt reagierte prompt: Die Aktie kletterte auf ein neues 52-Wochen-Hoch, und mehrere Großbanken stuften den Titel herauf.
Eine Macherin mit Leistungsausweis
O’Neill kommt von Woodside Energy, wo sie den australischen Konzern durch die Fusion mit BHPs Öl- und Gasgeschäft zu einem globalen Top-10-Produzenten mit einem Börsenwert von 40 Milliarden Dollar formte und die Produktion verdoppelte. Ihr Versprechen zum Amtsantritt: klare Richtung, mehr Tempo bei der Leistungssteigerung — und Kontinuität in der Strategie.
Diese Strategie hatte ihr Vorgänger Murray Auchincloss bereits gesetzt: Rückzug aus dem Erneuerbaren-Engagement, Rückkehr zu Öl und Gas. Auf Druck von Aktivist Elliott Investment Management wurden Milliarden aus Erneuerbare-Projekten abgezogen und ein Verkaufsprogramm über 20 Milliarden Dollar bis 2027 aufgelegt.
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Analysten drehen auf Kauf
Gleich mehrere Banken haben BP zuletzt positiver bewertet. Morgan Stanley hob die Aktie am 24. März auf „Overweight“ und setzte ein Kursziel von 49,40 Dollar. HSBC wechselte am 20. März von „Reduce“ auf „Hold“ und erhöhte das Ziel von 35,10 auf 45,30 Dollar. Scotiabank stufte den Titel Ende März ebenfalls auf „Strong Buy“ herauf — ebenso wie Zacks Research zu Wochenbeginn.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 35 Prozent zugelegt und notiert aktuell auf dem höchsten Stand seit April 2010.
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Schuldenabbau und Quartalszahlen im Blick
Parallel zur Führungsübergabe arbeitet BP aktiv am Schuldenabbau. Die Nettoverschuldung wurde bereits auf 22 Milliarden Dollar gesenkt, das Ziel liegt bei 14 bis 18 Milliarden bis Ende 2027. Aktienrückkäufe sind vorerst pausiert. Der Verkauf der Gelsenkirchener Raffinerie an die Klesch Group ist Teil dieses Prozesses. Bis 2027 peilt BP strukturelle Kostensenkungen von 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar an.
Am 28. April legt BP die Zahlen für das erste Quartal vor. Analysten erwarten einen Gewinnanstieg je Aktie von rund 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr — ein erster konkreter Test, ob die neue Aufbruchsstimmung operativ gedeckt ist.
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