Während BP seinen Konzernumbau vorantreibt, haben zwei hochrangige Manager Aktien im Wert von zusammen mehr als 2,2 Millionen Pfund veräußert. Die Verkäufe fallen zeitlich mit einer strategischen Standortentscheidung zusammen, die den Neuausrichtungskurs des Unternehmens unterstreicht.
Die Transaktionen im Detail
Douglas Dryburgh, ein Angehöriger von Personalvorständin Kerry Dryburgh, trennte sich von rund 229.000 Stammaktien zu je 5,65 Pfund — ein Gesamtvolumen von etwa 1,3 Millionen Pfund. William Lin, Executive Vice President für Gas & kohlenstoffarme Energie, verkaufte 100.000 Stammaktien zu 5,52 Pfund sowie 10.000 American Depositary Shares zu je 44,16 Dollar. Sein Gesamterlös belief sich auf knapp 900.000 Pfund. Bemerkenswert: Lins Transaktionen erfolgten unmittelbar nach einer Handelssitzung, in der die BP-Aktie an der Londoner Börse um 4,4 Prozent zulegte.
Umzug und Schuldenabbau
Parallel dazu hat BP bestätigt, seinen globalen Hauptsitz vom St. James’s Square ans Londoner South Bank zu verlegen. Das neue Bürogebäude „Timber Square“ umfasst rund 17.800 Quadratmeter und soll bis Anfang 2028 bezugsfertig sein. Ziel ist es, technische Teams aus dem bisherigen Standort Sunbury in Surrey zu zentralisieren — und das nur etwa eine Meile vom Hauptquartier des Rivalen Shell entfernt.
Der Umzug ist Teil eines breiteren Effizienzprogramms. BP verfolgt ein Devestitionsprogramm im Umfang von 20 Milliarden Dollar, zu dem zuletzt der geplante Verkauf der Gelsenkirchener Raffinerie an die Klesch Group zählte. Das Werk verarbeitet jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl; der Verkauf soll die laufenden Betriebskosten um etwa eine Milliarde Dollar senken.
Geringere Gewinne, klares Schulden-Ziel
Finanziell steht BP unter Druck: Der Jahresgewinn 2025 sank auf 7,49 Milliarden Dollar, nach 8,92 Milliarden im Vorjahr. Haupttreiber war der Ölpreisrückgang unter 60 Dollar pro Barrel — das erste Mal seit fünf Jahren. Die Nettoverschuldung lag zum Jahresende bei 22,18 Milliarden Dollar und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 23 Milliarden. Bis 2027 peilt das Management eine Schuldenspanne von 14 bis 18 Milliarden Dollar an. Das Kostensenkungsziel wurde zuletzt auf 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar angehoben — knapp 30 Prozent der Kostenbasis von 2023.
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