Meg O’Neill hat heute offiziell das Steuer bei BP übernommen — als erste Frau an der Spitze eines der fünf größten Ölkonzerne der Welt und als erster externer CEO-Kandidat seit über einem Jahrhundert. Der Amtsantritt fällt in eine Phase, in der das Unternehmen gleichzeitig mit Schuldenbergen, einem aktivistischen Großaktionär und einem grundlegenden Strategiewechsel kämpft.
O’Neill kommt von Woodside, wo sie seit 2021 die Führung innehatte. Dort fusionierte sie das Unternehmen mit dem Öl- und Gasgeschäft von BHP zu einem globalen Produzenten mit einem Marktwert von 40 Milliarden Dollar und verdoppelte die Fördermengen. Diese Erfahrung dürfte der Grund sein, warum BP sie geholt hat.
Erbe mit Hypotheken
Die Ausgangslage ist anspruchsvoll. BPs gescheiterter Schwenk in Richtung Erneuerbarer Energien ab 2020 hat Spuren hinterlassen: ein ausuferndes Konglomeratgefüge, zahlreiche renditeschwache Einheiten und eine Nettoverschuldung, die BP bis 2027 auf 14 bis 18 Milliarden Dollar drücken will. Der aktivistische Hedgefonds Elliott Investment Management macht seit Jahren öffentlich Druck auf das Management.
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In ihrer ersten Botschaft an die Belegschaft betonte O’Neill Kontinuität: „Ich bin entschlossen, klare Orientierung und Beständigkeit zu geben, damit wir gemeinsam mit Zuversicht vorankommen können.“ Gleichzeitig sprach sie von einem Umfeld „erheblicher Komplexität“ — geprägt durch geopolitische Spannungen, technologischen Wandel und sich verschiebende globale Energienachfrage.
Analysten drehen auf Kauf
Zum Amtsantritt häufen sich positive Signale vom Kapitalmarkt. Zacks Research stufte BP am Montag von „Hold“ auf „Strong Buy“ hoch, Scotiabank folgte bereits am 27. März mit derselben Bewertung. Morgan Stanley hob die Aktie am 24. März auf „Overweight“ und setzte ein Kursziel von 49,40 Dollar. HSBC wiederum korrigierte sein Kursziel von 35,10 auf 45,30 Dollar nach oben.
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Die BP-Aktie notiert aktuell rund 31 Prozent über ihrem Stand zu Jahresbeginn und liegt damit deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt — ein Zeichen, dass der Markt die Neuausrichtung bislang honoriert.
Erste Bewährungsprobe am 28. April
Operativ setzt BP auf Wachstum im Kerngeschäft: 1,5 Milliarden Dollar sollen 2026/27 in die Erdgasexploration in Ägypten fließen. Das Investitionsbudget für 2026 liegt bei 13 bis 13,5 Milliarden Dollar — am unteren Ende der eigenen Vorgaben, was den Fokus auf finanzielle Disziplin unterstreicht. Zudem trennte sich BP kürzlich von 13 Thorntons-Tankstellenshops, um das Portfolio zu verschlanken.
Die erste echte Zahlenprüfung für O’Neills Strategie kommt am 28. April 2026, wenn BP die Ergebnisse des ersten Quartals vorlegt.
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