Die Kassen klingeln, die Schulden steigen. Bei BP klaffen operatives Geschäft und Bilanz aktuell weit auseinander. Der Energiekonzern profitiert massiv von den globalen Krisenherden. Die Folge: ein wachsender Schuldenberg.
Volatilität treibt Gewinne
Das erste Quartal liefert außergewöhnliche Ergebnisse im Ölhandel. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten treiben die Preisschwankungen an. Ein Barrel der Sorte Brent kostete im Schnitt gut 81 US-Dollar. Parallel dazu stiegen die Raffineriemargen deutlich an. Das bringt dem Geschäft mit raffinierten Produkten voraussichtlich bis zu 200 Millionen US-Dollar zusätzlich ein.
Das teure Marktumfeld hat einen Haken. Die Nettoverschuldung klettert bis Ende März auf bis zu 27 Milliarden US-Dollar. Ursache ist der massive Aufbau von Nettoumlaufvermögen. Die hohen Preise binden schlichtweg mehr Kapital in den Lagerbeständen.
Analysten loben neue Führung
Marktbeobachter werten die Entwicklung positiv. Die Schweizer Großbank UBS hob das Rating am Donnerstag auf „Kaufen“ an. Die neue Konzernchefin Meg O’Neill markiert laut den Experten einen entscheidenden Wendepunkt. Sie trauen ihr Kostensenkungen von bis zu sechs Milliarden US-Dollar zu.
An der Börse kommt dieser Kurs an. Die Aktie schloss gestern bei 6,71 Euro. Damit notiert das Papier knapp unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein sattes Plus von rund 32 Prozent auf der Anzeigetafel.
Expansion in Namibia
Abseits des Tagesgeschäfts treibt BP die Expansion voran. Der Konzern übernimmt erstmals die operative Führung bei drei Offshore-Lizenzen im namibischen Walvis-Becken. Das ist ein strategisch wichtiger Schritt für die zukünftige Förderung.
Am 28. April legt BP die finalen Quartalszahlen vor. Dann muss das Management die genauen Auswirkungen der Marktschwankungen beziffern. Im zweiten Halbjahr folgt das umfassende Strategie-Update der neuen Chefin.
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