BP dreht die Uhr zurück. Der britische Energiekonzern verabschiedet sich von seiner dreiteiligen Struktur. Unter der neuen Chefin Meg O’Neill rücken Öl und Gas wieder ins Zentrum. Ab Juni gliedert sich das Geschäft nur noch in zwei Kernbereiche: Upstream und Downstream. Das beendet den starken Fokus auf erneuerbare Energien der vergangenen Jahre.
Erneuerbare rutschen in den Hintergrund
Die Neuordnung ordnet die grünen Projekte unter. Das Gasgeschäft und Anlagen zur CO2-Speicherung wandern in die Upstream-Sparte. Biokraftstoffe und kohlenstoffarme Aktivitäten wechseln in den Downstream-Bereich. Dort bündelt BP künftig Raffinerien und den Verkauf. O’Neill und Chairman Albert Manifold versprechen sich davon ein einfacheres und wertvolleres Unternehmen.
Analysten erhalten damit eine klassische Struktur. Das erleichtert den direkten Vergleich mit anderen Ölkonzernen.
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Milliarden für Ägypten
Trotz der Umstrukturierung investiert BP weiter in Biokraftstoffe. Der Konzern startet eine langfristige Allianz mit Bayer. Gemeinsam wollen sie die Pflanze Leindotter in Nordamerika kommerzialisieren. Daraus entstehen erneuerbarer Diesel und nachhaltige Flugkraftstoffe.
Parallel dazu fließen Milliarden in fossile Energien. BP investiert in den kommenden fünf Jahren fünf Milliarden US-Dollar in Ägypten. Gemeinsam mit staatlichen Partnern erschließt der Konzern dort neue Öl- und Gasreserven im Mittelmeer.
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An der Börse kommt die Rückbesinnung auf das Kerngeschäft langfristig gut an. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Kursplus von fast 47 Prozent. Seit Jahresbeginn legte das Papier gut 22 Prozent zu.
Kurzfristig nehmen Anleger jedoch Gewinne mit. Auf Wochensicht verlor die Aktie deutlich und schloss am Donnerstag bei 6,21 Euro. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt. Der Kurs notiert komfortabel über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Ein Wechsel an die US-Börse steht vorerst nicht auf der Agenda. O’Neill erteilte entsprechenden Spekulationen eine klare Absage. Stattdessen sucht BP weiter nach Förderchancen in der britischen Nordsee. Das Management nimmt dafür auch die schwierigen steuerlichen Rahmenbedingungen in Großbritannien in Kauf.
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