Für Branicks Group ist der Bericht zum dritten Quartal 2026 für den 5. November 2026 angekündigt. Die Aktie steigt heute um 7,0 %. Der Bericht folgt auf die Zustimmung der Gläubiger zur Neustrukturierung, deren Inkrafttreten das Unternehmen bis Ende des Jahres anstrebt.

Neue Fälligkeiten für Verbindlichkeiten

Vor rund zwei Wochen stimmten die Gläubiger nach Unternehmensangaben mit 99 % der abgegebenen Stimmen für die Neustrukturierung. Für Verbindlichkeiten von insgesamt 375 Millionen Euro wurde der 30. September 2030 als neues Fälligkeitsdatum vorgesehen.

Für weitere 220 Millionen Euro ist der 30. September 2038 als neue Fälligkeit vorgesehen. Das Sanierungskonzept soll spätestens bis zum 31. März 2027 in Kraft treten.

Eine Einigung mit wesentlichen Gläubigern hatte vor rund zwei Wochen die Umsetzung des Konzepts ermöglicht. Dies galt trotz der Ablehnung eines Tagesordnungspunkts durch die außerordentliche Hauptversammlung.

Die Aktionäre hatten vor gut drei Wochen die Zustimmung zu Beraterverträgen mit BLACKLAKE Management Partners GmbH und MDC Matthias Danne Consulting GmbH verweigert. Branicks erklärte damals, damit sei eine wesentliche Vollzugsbedingung des Sanierungskonzepts nicht eingetreten. Ohne eine Lösung mit wesentlichen Gläubigern sei der Fortbestand der Gesellschaft unmittelbar gefährdet.

Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Gestern teilte Branicks mit, dass Sonja Wärntges den Vorstandsvorsitz niederlegt und Ende Oktober einvernehmlich aus dem Vorstand ausscheidet. Ab November übernimmt CRO Josef Schultheis zusätzlich ihre bisherigen Zuständigkeiten.

Auch im Aufsichtsrat gab es eine personelle Entscheidung: Matthias Danne und Johannes Conradi nahmen ihre Wahl in das Gremium an.