Bei Branicks Group steht ein Wechsel an der Vorstandsspitze an: Vorstandsvorsitzende Sonja Wärntges legt Medienberichten zufolge den Vorsitz nieder. Sie scheidet Ende Oktober einvernehmlich aus dem Vorstand aus, wie heute bekannt wurde. Die Aktie fällt heute um 9,0%; ein Zusammenhang mit der Personalentscheidung ist damit nicht belegt.
Zusätzliche Aufgaben ab November
Ab November übernimmt CRO Josef Schultheis zusätzlich die bisherigen Zuständigkeiten von Wärntges. Medienberichten zufolge werden ihre Aufgaben damit einem bereits im Vorstand tätigen Verantwortlichen übertragen, der seine bisherige Funktion zusätzlich zu den neuen Zuständigkeiten ausüben soll.
Auch beim Aufsichtsrat gab es eine Personalnachricht: Am 15. Oktober meldete Branicks die Annahme der Wahl von Dr. Danne und Dr. Conradi. In derselben Mitteilung berichtete das Unternehmen über eine Einigung mit wesentlichen Gläubigern zur Umsetzung des Sanierungskonzepts.
Restrukturierung unter Vollzugsvorbehalt
Den finanziellen Hintergrund bildet die geplante Verlängerung von Verbindlichkeiten. Vor gut drei Wochen stimmten Medienberichten zufolge 99 Prozent der abgegebenen Gläubigerstimmen für die Restrukturierung. Die Zustimmung steht dabei neben den noch ausstehenden technischen Vollzugsvoraussetzungen, unter denen die Umsetzung weiterhin steht.
Für Verbindlichkeiten über insgesamt 375 Mio. Euro ist eine Laufzeitverlängerung bis zum 30. September 2030 vorgesehen. Weitere Verbindlichkeiten über 220 Mio. Euro sollen bis zum 30. September 2038 verlängert werden. Diese Fristen sind Bestandteil der vorgesehenen Restrukturierung und noch nicht als vollzogene Anpassungen gemeldet.
Die Umsetzung ist bis Ende 2026 geplant, spätestens bis zum 31. März 2027. Sie steht weiterhin unter technischen Vollzugsvoraussetzungen.
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