Bei Broadcom klingeln die Kassen der Chefetage. Zwei Top-Manager haben in den vergangenen Tagen Aktien im Wert von über einer Viertelmilliarde US-Dollar abgestoßen. Das Timing fällt auf. Die Verkäufe passieren mitten in einer deutlichen Korrekturphase des Papiers.

Den Löwenanteil steuert Aufsichtsratsmitglied Henry Samueli bei. Er trennte sich am 24. Juni von knapp 695.000 Aktien. Der Verkauf spülte rund 250 Millionen Dollar in seine Taschen.

Der Deal lief über einen vorab festgelegten Handelsplan aus dem Dezember 2025. Parallel dazu reduzierte auch Chefjurist Mark Brazeal sein Depot. Er verkaufte 25.000 Papiere für knapp zehn Millionen Dollar.

Korrektur nach dem Rekordhoch

Die Insider-Deals treffen auf ein nervöses Marktumfeld. Aktuell notiert das Papier bei 326,30 Euro. Damit hat die Aktie auf Sicht von 30 Tagen rund 17 Prozent an Wert verloren.

Erst Anfang Juni markierte der Chip-Gigant ein neues Allzeithoch bei 429,60 Euro. Seitdem ging es steil bergab. Der Abstand zum Gipfel beträgt mittlerweile 24 Prozent.

Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren. Langfristig sieht das Bild allerdings freundlicher aus. Auf Jahressicht steht immer noch ein Plus von fast 40 Prozent auf der Kurstafel. Das operative Geschäft mit Rechenzentren und der VMware-Übernahme läuft stabil.

Der aktuelle Rücksetzer drückt den Kurs nun unter die wichtige 50-Tage-Linie. Fällt das Papier weiter, rückt der 200-Tage-Durchschnitt in den Fokus. Diese Marke verläuft bei rund 311 Euro und dient als nächste massive Unterstützung.