Broadcom Aktie: Google-Deal bis 2031 formalisiert

Broadcom überzeugt mit Rekordumsatz und langfristigen KI-Deals. Analysten sehen trotz hoher Bewertung weiteres Potenzial für die Aktie.

Broadcom Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekordumsatz von 19,31 Milliarden Dollar
  • KI-Halbleitererlöse von 10,7 Milliarden avisiert
  • Langfristige Verträge mit Meta und Google
  • Aktie konsolidiert nach April-Rally

Broadcom hat sich in den vergangenen zwölf Monaten verdoppelt. Wer die Aktie vor einem Jahr kaufte, hält heute das Doppelte — und der Konzern liefert gerade die Argumente, warum das keine Übertreibung sein muss.

Rekordquartal als Ausgangspunkt

Das erste Quartal des Fiskaljahres 2026 setzte die Messlatte hoch: Broadcom erzielte einen Rekordumsatz von 19,31 Milliarden Dollar, ein Plus von knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Juni folgen nun die Zahlen für das zweite Quartal — und die Erwartungen sind entsprechend ambitioniert. Das Management hatte für das laufende Quartal KI-Halbleitererlöse von rund 10,7 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Von den 43 Analysehäusern, die den Wert abdecken, empfehlen 36 die Aktie mit „Strong Buy“. Der Zacks-Konsens für den Gewinn je Aktie im laufenden Fiskaljahr wurde zuletzt auf 11,45 Dollar angehoben — ein Anstieg von gut einem Prozent innerhalb eines Monats. Treiber dieser Revisionen ist vor allem die hohe Planbarkeit künftiger Erlöse.

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Langfristige Partnerschaften reduzieren Risiko

Genau diese Planbarkeit hat Broadcom in den vergangenen Wochen strukturell abgesichert. Mit Meta läuft ein mehrjähriges Abkommen zur Entwicklung des MTIA-Chips, der Multi-Gigawatt-KI-Rechenzentren versorgen soll. Mit Google besteht ein formalisierter Vertrag zur Entwicklung von Tensor Processing Units und Netzwerktechnologie bis 2031.

Solche Abkommen mit den größten KI-Infrastrukturinvestoren der Welt sind für Broadcom mehr als Prestigeprojekte. Sie sichern Auftragsvolumen über mehrere Fiskaljahre — und erklären, warum Analysten trotz der ambitionierten Bewertung bei rund 1,97 Billionen Dollar Marktkapitalisierung mehrheitlich optimistisch bleiben.

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April-Rally und anschließende Konsolidierung

Im April legte die Aktie knapp 35 Prozent zu — deutlich mehr als TSMC mit gut 17 Prozent im gleichen Zeitraum. Der Markt honoriert damit Broadcom als Designer anwendungsspezifischer Chips (ASICs) stärker als reine Auftragsfertiger. Die Tomahawk- und Jericho-Netzwerk-Switches, die Broadcom in großem Maßstab in KI-Rechenzentren liefert, sind dabei ein zentrales Argument.

Nach der Rally hat die Aktie eine Konsolidierungsphase eingeschlagen. Der Kurs liegt aktuell bei rund 355 Euro und damit knapp 1,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 360,45 Euro, das erst Ende April markiert wurde. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 20 Prozent zu Buche — der RSI von rund 59 signalisiert dabei keine überhitzte Markttechnik.

Einige Führungskräfte haben ihre Positionen im April teilweise reduziert. Institutionelle Investoren haben im Vorfeld der Juni-Zahlen ihre Anteile hingegen aufgestockt — ein Hinweis, dass das professionelle Lager die Konsolidierung eher als Pause denn als Trendwende wertet. Konkrete Klarheit bringen die Q2-Ergebnisse im Juni, wenn Broadcom auch zum Stand der VMware-Integration und zum Auftragsbestand im Custom-Silicon-Geschäft Stellung nehmen wird.

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