Broadcom Aktie: KI-Boom beschleunigt

Broadcom verzeichnet ein Rekordquartal und erwartet ein starkes Umsatzwachstum von 47 Prozent, angetrieben durch die hohe Nachfrage nach maßgeschneiderten KI-Halbleitern.

Broadcom Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzwachstum von 29 Prozent auf 19,3 Mrd. Dollar
  • KI-Chip-Umsatz verdoppelt sich auf 8,4 Mrd. Dollar
  • Auftragsbestand von 73 Mrd. Dollar im KI-Segment
  • Neues Aktienrückkaufprogramm über 10 Mrd. Dollar

Broadcom meldet Rekordzahlen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 – und die Prognose für das laufende Quartal übertrifft alle Erwartungen. Der Halbleiterkonzern profitiert massiv vom Ausbau der KI-Infrastruktur und liefert maßgeschneiderte Chips an die größten Hyperscaler der Welt. CEO Hock Tan macht eine bemerkenswerte Ansage: Allein mit KI-Chips will Broadcom 2027 mehr als 100 Milliarden Dollar umsetzen.

Rekordquartal und starke Guidance

Im abgelaufenen ersten Quartal steigerte Broadcom den Umsatz um 29 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA kletterte um 30 Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar, was einer Marge von 68 Prozent entspricht. Der Nettogewinn erreichte 7,35 Milliarden Dollar.

Noch wichtiger für Anleger: Die Wachstumsrate soll im laufenden zweiten Quartal auf 47 Prozent hochschnellen. Broadcom erwartet einen Umsatz von rund 22 Milliarden Dollar – deutlich über den Analystenschätzungen von 20,6 Milliarden Dollar. Davon sollen allein 10,7 Milliarden Dollar auf KI-Halbleiter entfallen.

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Maßgeschneiderte Chips als Wachstumsmotor

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in Broadcoms Custom-Chip-Geschäft. Die Umsätze mit kundenspezifischen KI-ASICs (Application-Specific Integrated Circuits) explodierten im ersten Quartal um 140 Prozent, während das Geschäft mit KI-Netzwerklösungen um 60 Prozent zulegte. Insgesamt verdoppelte sich der KI-Umsatz auf 8,4 Milliarden Dollar.

Broadcom beliefert die wichtigsten Player im KI-Markt: Google, Meta, OpenAI und Anthropic. Tan konkretisierte die Planungen im Analystengespräch: Für Anthropic sind 2026 ein Gigawatt an Google-Tensor-Prozessoren vorgesehen, 2027 sollen es über drei Gigawatt werden. OpenAI wird 2027 voraussichtlich mehr als ein Gigawatt seiner ersten Custom-Chip-Generation einsetzen.

Aktionäre profitieren massiv

Broadcom schüttete im ersten Quartal insgesamt 10,9 Milliarden Dollar an die Aktionäre aus – 3,1 Milliarden Dollar als Dividende und 7,8 Milliarden Dollar über Aktienrückkäufe. Der Verwaltungsrat genehmigte zudem ein neues Rückkaufprogramm über 10 Milliarden Dollar, das bis Ende 2026 läuft. Die Quartalsdividende wurde auf 0,65 Dollar je Aktie festgesetzt, zahlbar Ende März.

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Der operative Cashflow lag bei 8,3 Milliarden Dollar, der freie Cashflow bei 8,0 Milliarden Dollar.

Ausblick: 73 Milliarden Dollar KI-Auftragsbestand

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Markt mit einem Umsatz von 97,6 Milliarden Dollar – ein Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2025 hatte Broadcom den Umsatz um 24 Prozent gesteigert. Die Wachstumsdynamik verdoppelt sich also.

Im Rücken hat Broadcom einen Auftragsbestand von 73 Milliarden Dollar im KI-Segment. Die Hyperscaler bauen ihre Rechenzentren massiv aus, und Broadcom liefert nicht nur die Chips, sondern auch die notwendige Netzwerktechnik. Mit der Übernahme von VMware hat sich der Konzern zudem ein zweites Standbein im Bereich Infrastruktur-Software aufgebaut, das wiederkehrende Umsätze generiert.

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Über Dieter Jaworski 1768 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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